Varda Space: Weltraum-Medikamentenfabrik darf nicht zurück zur Erde

Die erste orbitale medizinische Fabrik in der Umlaufbahn sitzt fest, nachdem ihr der Wiedereintritt zur Erde aus Sicherheitsgründen verweigert wurde. Auf ihr wurden die Kristalle für ein HIV-Medikament hergestellt.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die Raumkapsel von Verda Space beim Wiedereintritt in die Atmosphäre (Illustration)
Die Raumkapsel von Verda Space beim Wiedereintritt in die Atmosphäre (Illustration) (Bild: Verda Space)

Das Pharma- und Raumfahrtunternehmen Varda Space Industries konnte in der Schwerelosigkeit des Weltalls Kristalle für ein HIV-Medikament herstellen. Es gilt als die erste Medikamentenfabrik in einer erdnahen Umlaufbahn. Jetzt erbat das Unternehmen, seine Produktionskapsel Varda Space auf einem Truppenübungsplatz in Utah landen zu dürfen. Jedoch wurde Varda Space die Erlaubnis der US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) nicht erteilt.

Varda Space sitzt somit in der Erdumlaufbahn fest. Das Unternehmen suche derzeit nach einer Lösung, berichtet die englischsprachige Nachrichtenseite Techcrunch. Ein Sprecher der FAA teilte der Nachrichtenseite in einer E-Mail mit, dass dem Antrag des Unternehmens "aufgrund der allgemeinen Sicherheits-, Risiko- und Auswirkungsanalyse" derzeit nicht stattgegeben werde. Ursprünglich sollte die Raumkapsel bereits Anfang September zurück zur Erde kehren.

Das Unternehmen sucht weiterhin nach einer Lösung

Darauf wollte die Medienseite Gizsmo von Varda Space Industries wissen, welche regulatorischen Anforderungen nicht erfüllt wurden – die Antwort habe gelautet: "Kein Kommentar." Über die Social-Media-Plattform X gab das kalifornische Start-up jedoch ein Update zu seinem Raumfahrzeug: "Wir freuen uns, berichten zu können, dass unser Raumfahrzeug in allen Systemen gesund ist. Ursprünglich war es für ein ganzes Jahr in der Umlaufbahn ausgelegt, wenn es gebraucht wird."

Das Unternehmen will die Raumkapsel so schnell wie möglich wieder zurück zur Erde bringen. Erst am 12. Juni 2023 hatte das Unternehmen die 90 Kilogramm schwere Kapsel in die Erdumlaufbahn geschickt. Varda Space wolle testen, ob die Medikamentenherstellung mit einfachen Maschinen an Bord ferngesteuert durchgeführt werden können.

Ein Vorteil an der Herstellung im Weltall ist, dass diverse Faktoren wie Schwerkraft und Luftverunreinigungen nicht vorhanden sind. Je weniger Störfaktoren es gibt, desto besser können Herstellungsprozesse überprüft und verstanden werden.

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Sharra 25. Sep 2023

Nein, das hast du falsch verstanden. Es wird nicht Kristallwachstum in Schwerelosigkeit...

Birg3r 25. Sep 2023

Ich will nicht klingen wie ein Klugscheisser, aber damit die Material zum forschen haben...

Birg3r 25. Sep 2023

Vielen Dank für die Info, das ist doch mal was handfestes.

Birg3r 25. Sep 2023

Ich glaube, oder hoffe, die meisten in diesem Thread haben ihr "/sarkasmus off" vergessen



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