Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Vantage Towers: Vodafone-Tochter fürchtet Starlink von Elon Musk nicht

Vodafones Vantage Towers erwartet nicht, durch modernes Satelliteninternet wie Starlink unter Druck zu geraten.
/ Achim Sawall
13 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Vantage Towers hat auch Vintage Towers (Bild: Vantage Towers)
Vantage Towers hat auch Vintage Towers Bild: Vantage Towers

Nach dem größten Börsengang in Europa in diesem Jahr sieht Vantage Towers keine Gefahr, dass die Funkturm-Gesellschaft von Satellitenbetreibern unter Druck geraten könnte. Satelliten könnten dabei helfen, Antennenstandorte in entlegenen Gebieten an das Internet anzuschließen, sagte Vivek Badrinath, Chef von Vantage Towers, im Interview mit der Welt am Sonntag(öffnet im neuen Fenster) . "Im Normalfall ist eine terrestrische Infrastruktur aber im Vorteil."

In der Regel sollten 5G-Basisstationen nach Expertenmeinung mit Glasfaser angebunden werden. Im Ausnahmefall ist dies auch mit neuer Richtfunktechnik möglich. Geostationäre Satelliten werden in Gebieten mit anspruchsvoller Geografie bereits seit Langem für den Backhaul des Mobilfunks genutzt, etwa in den schottischen Highlands, auf den Japanischen Inseln oder in der Steppe Afrikas. Die in diesen Verbindungen anfallende Latenz entspricht dem, was im 2G-Netz üblich war.

Vantage Towers vermietet Vodafone-Antennenstandorte

Vantage Towers, eine Vodafone-Tochter, betreibt in Deutschland knapp 19.400 Antennenstandorte, die an die Netzbetreiber Vodafone, Deutsche Telekom und Telefónica vermietet werden. Die Vodafone-Gruppe selbst ist der wichtigste Mieter. Vantage Towers ist in zehn europäischen Ländern aktiv.

Betreiber SpaceX hatte die Datenübertragungsrate der Kleinstsatelliten Starlink von der Bundesnetzagentur überprüfen lassen . Die Behörde hat bei Tests Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen User Terminal und Satellitensystem von circa 100 MBit/s im Downlink und circa 25 MBit/s im Uplink gemessen. Die mittlere Latenz lag bei 40 ms.

Das werde sich ändern, versprach Elon Musk in einem Tweet : Die Übertragungsgeschwindigkeit werde sich "auf ~300Mb/s verdoppeln" . Die Latenz werde "auf ~20ms fallen" . Der Tweet war eine Antwort auf die Anmerkung eines Nutzers(öffnet im neuen Fenster) , der Datenraten zwischen 77 und 130 MBit/s sowie Latenzen zwischen 34 und 44 Millisekunden monierte. Als Zeitpunkt nannte Musk "später in diesem Jahr" .


Relevante Themen