Abo
  • Services:
Anzeige
Spintronic-OLED
Spintronic-OLED (Bild: Tho Nguyen)

Valy Vardeny: Spintronic-OLEDs leuchten heller

Spintronic-OLED
Spintronic-OLED (Bild: Tho Nguyen)

Physiker an der Universität Utah in den USA haben eine Spintronic-OLED entwickelt, die heller sein soll als aktuelle OLEDs. Die Technik könnte es erlauben, OLEDs herzustellen, die abhängig vom angelegten Magnetfeld in unterschiedlichen Farben leuchten.

Der von Valy Vardeny, Tho Nguyen und Eitan Ehrenfreund entwickelte Prototyp einer spin-polarisierten OLED leuchtet zwar nur orange, Vardeny geht aber davon aus, dass es seiner Forschungsgruppe gelingen sollte, innerhalb von zwei Jahren auch blaue und rote Spintronic-OLEDs herzustellen. Vardeny hält es auch für möglich, weiße Spintronic-OLEDs zu bauen.

Anzeige

Noch gibt es aber ein großes Problem mit der Technik: Sie funktioniert nur bei Temperaturen unter -33° Celsius. Daher gehen die Forscher davon aus, dass es noch fünf Jahre dauern könnte, bis ihre OLEDs auf den Markt kommen, denn dazu müssen sie bei Raumtemperaturen funktionieren.

Dabei könnten die Spintronic-OLEDs Vorteile im Vergleich zur aktuellen Technik bieten: Sie leuchten heller und Vardeny hofft, damit auch OLEDs entwickeln zu können, die in mehreren Farben leuchten können, kontrolliert durch Änderungen im Magnetfeld.

Die Technik unterscheidet sich grundsätzlich von aktuellen Ansätzen: Zwar verwenden die Forscher organische Halbleiter, sie speichern aber nicht nur Daten anhand elektrischer Ladungen, sondern auch anhand des Elektronenspins. Dabei nutzen sie die von Vardeny und Kollegen entwickelte organische Spin-Klappe ("organic spin valve"), die sie so modifiziert haben, dass sie Licht emittiert. Das hat rund acht Jahre gedauert.

Diese organische Spin-Klappe bestehen aus drei Schichten: eine organische Schicht, die als Halbleiter fungiert, sitzt zwischen zwei Metallelektroden, die Ferromagneten sind. Bei der neuen Spin-OLED wurde nun eine der ferromagnetischen Elektroden aus Cobalt hergestellt, die andere aus einem Verbundstoff namens Lanthanum-Strontium-Magnesium-Oxid. Die organische Schicht besteht aus einem mit Deuterium angereicherten Polymer. Dieses ist ein Halbleiter, der orange leuchtet.

Die ganze Diode hat eine Fläche von etwa 300 Mikron und ist 40 Nanometer dick. Mit niedriger Spannung werden negativ geladene Elektronen und positiv geladene Defektelektronen in den Halbleiter eingebracht. Wird dann ein magnetisches Feld an die Elektroden angelegt, kann der Spin der Elektronen und Defektelektronen im organischen Halbleiter so verändert werden, dass sie sich parallel oder antiparallel ausrichten. Treffen Elektronen auf Defektelektronen, wird Energie in Form von Licht emittiert. Die Lichtintensität hängt dabei vom Magnetfeld ab, nicht von der angelegten Spannung.


eye home zur Startseite
tilmank 14. Jul 2012

Dann is' ja das Bild wegmagnetisiert :-(



Anzeige

Stellenmarkt
  1. GOM GmbH, Braunschweig
  2. ROHDE & SCHWARZ Meßgerätebau GmbH, Memmingen
  3. Carmeq GmbH, Wolfsburg, Berlin
  4. Universität Bielefeld, Bielefeld


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5,99€ FSK 18
  2. (u. a. Forrest Gump 9,97€, Gods of Egypt 9,97€, Creed 8,99€, Cloud Atlas 8,94€)
  3. (u. a. Supernatural, True Blood, Into the West, Perry Mason, Mord ist ihr Hobby)

Folgen Sie uns
       


  1. Hoversurf

    Hoverbike Scorpion-3 ist ein Motorradcopter

  2. Rubbelcard

    Freenet-TV-Guthabenkarten gehen in den Verkauf

  3. Nintendo

    Interner Speicher von Switch offenbar schon jetzt zu klein

  4. Noch 100 Tage

    Unitymedia schaltet Analogfernsehen schrittweise ab

  5. Routerfreiheit

    Tagelange Störung bei Aktivierungsportal von Vodafone

  6. Denverton

    Intel plant Atom C3000 mit bis zu 16 Goldmont-CPU-Kernen

  7. Trotz Weiterbildung

    Arbeitslos als Fachinformatiker

  8. Klage gegen Steuernachzahlung

    Apple beruft sich auf europäische Grundrechte

  9. 3D Studio

    Nvidia spendiert Qt Hunderttausende Zeilen Code

  10. Horizon Zero Dawn im Test

    Abenteuer im Land der Maschinenmonster



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Apple: Planet der affigen Fernsehshows
Apple
Planet der affigen Fernsehshows
  1. Streaming Vodafone GigaTV ermöglicht Fernsehen unterwegs
  2. Kabelnetz Unitymedia hat neue Preise für Internetzugänge
  3. Deutsche TV-Plattform über VR "Ein langer Weg vom Wow-Effekt zum dauerhaften Format"

Mobile-Games-Auslese: Schiffbruch auf der Milchstraße für mobile Spieler
Mobile-Games-Auslese
Schiffbruch auf der Milchstraße für mobile Spieler

München: Wie Limux unter Ausschluss der Öffentlichkeit zerstört wird
München
Wie Limux unter Ausschluss der Öffentlichkeit zerstört wird
  1. Fake News Für Facebook wird es hässlich
  2. Nach Angriff auf Telekom Mit dem Strafrecht Router ins Terrorcamp schicken oder so
  3. Soziales Netzwerk Facebook wird auch Instagram kaputt machen

  1. Re: Woher wissen die eigentlich, wer analog...

    jayrworthington | 19:35

  2. Re: Hätten sie mal was bodenständiges gelernt...

    natsan2k | 19:34

  3. arbeitssuchende Fachinformatiker? Her damit

    dataKEKS | 19:33

  4. Re: Die meisten Admins sind Nichtskönner

    ckerazor | 19:33

  5. Re: USB-Festplatten / microSDXC 200GB -> 80¤

    textless | 19:33


  1. 18:30

  2. 18:14

  3. 16:18

  4. 15:53

  5. 15:29

  6. 15:00

  7. 14:45

  8. 14:13


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel