Valve vs Riot Games: Kampf um das nächste große Spieleding

Vorbild Fortnite: Im Rekordtempo haben Valve und Riot Games (League of Legends) ihre eigene Version von Auto Chess programmiert - in der Hoffnung, mit Dota Underlords und Teamfight Tactics rasch Milliarden zu verdienen. Golem.de hat die beiden Spiele ausprobiert und zeigt sie im Video.

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Artwork aus Dota Underlords
Artwork aus Dota Underlords (Bild: Valve)

Unser kleiner süßer Steingolem steht auf verlorenem Posten. Seine Kampfgefährten sind gefallen, nun prügeln drei schwertschwingende Drachenritter auf ihn ein. In Dota Underlords können wir dem Steingolem nicht helfen: Die Kämpfe im neusten Spiel von Valve laufen bis zum Sieg oder der Niederlage automatisch ab. Vor allem deshalb heißt das neue Genre auch Autochess (der Verweis auf Schach folgt aus dem Spielfeld) oder Autobattler - so richtig durchgesetzt hat sich noch keiner der Begriffe in der Community.

Inhalt:
  1. Valve vs Riot Games: Kampf um das nächste große Spieleding
  2. Mehr als eine Handvoll Helden...

Das dürfte sich bald ändern, denn mit Valve und Riot Games setzten zwei der bekanntesten Großstudios mit voller Kraft auf das Spiel mit den automatisch ablaufenden Partien. Das Tempo erinnert an Battle Royale, und da insbesondere an Fortnite: Epic Games hatte nach dem Auftakterfolg von Playerunknown's Battlegrounds (Pubg) mit ungeheurem Tempo ein eigenes Spiel in den Markt gedrückt und damit nur wenig später Milliardenumsätze erzielt.

Besonders überraschend ist, dass ausgerechnet Riot Games mitspielt: Das kalifornische Entwicklerstudio hat - von einigen Minigames abgesehen - bislang nur ein einziges Spiel auf den Markt gebracht, nämlich 2009 das extrem erfolgreiche League of Legends. In diesen Tagen erscheint weltweit das zweite Game, nämlich Teamfight Tactics. Das ist direkt über den kostenlosen Client von League of Legends für Windows-PC und MacOS erhältlich und nutzt dessen Helden, ist davon abgesehen aber ein eigenständiges Spiel.

Es ist gut denkbar, dass sich entweder Dota Underlords oder Teamfight Tactics nach dem Muster "the winner takes it all" durchsetzt. Ebenso scheint denkbar, dass sich beide Games ungefähr gleichstark im Markt etablieren. Derzeit ist das noch schwer abzusehen. Einen riesigen Vorteil hat Valve: Underlords ist nicht nur für Windows-PC, MacOS und SteamOS/Linux, sondern auch für mobile Endgeräte unter iOS und Android erhältlich, sogar in einer eigenen Version für Tablets und mit voller Unterstützung für Crossplay.

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Der Erfinder des neuen Genres dürfte es schwer haben, langfristig zu bestehen. Die Idee für das Spielprinzip stammt vom kleinen chinesischen Entwicklerstudio Drodo, das im Januar 2019 eine Mod namens Auto Chess für das von Valve stammende Dota 2 veröffentlicht hatte. Weil Auto Chess bei Spielern enorm gut ankam, hatte Valve das Team im Februar 2019 zu sich nach Seattle eingeladen.

Nach Gesprächen über eine Kooperation beschlossen Valve und Drodo dann aber, getrennte Wege zu gehen. Es existiert noch eine lebendige Community rund um das Original, aber wegen der Marktmacht von Valve und Riot Games - und angesichts der Qualität von Dota Underlords und Teamfight Tactics selbst als Betaversion - dürften die Chinesen zumindest im Westen langfristig nicht den Hauch einer Chance haben.

  • Dota Underlords: Auf der Heldenleiste oben bieten sich Krieger für unsere Armee an. (Bild: Valve/Screenshot: Golem.de)
  • Dota Underlords: Auch auf Tablets sieht das Programm gut aus, nur ein paar Elemente des UI sind anders angebracht .(Bild: Valve/Screenshot: Golem.de)
  • Dota Underlords: Alle paar Runden können wir Extras aussuchen. (Bild: Valve/Screenshot: Golem.de)
  • Teamfight Tactics: Die Entwickler von Riot Games haben die Zeile mit den Champions unterhalb des Spielfelds angebracht. (Bild: Riot Games/Screenshot: Golem.de)
  • Teamfight Tactics: Gelegentlich dürfen wir einen besonderen Champion auswählen. (Bild: Riot Games/Screenshot: Golem.de)
  • Teamfight Tactics: Die kleinen "Wassertropfen" am Rand und auf dem Spielfeld stehen für uns als Spieler. (Bild: Riot Games/Screenshot: Golem.de)
Dota Underlords: Auf der Heldenleiste oben bieten sich Krieger für unsere Armee an. (Bild: Valve/Screenshot: Golem.de)

Viele grundlegende Elemente haben Dota Underlords und Teamfight Tactics gemein, das Wichtigste sind die automatisch ablaufenden Kämpfe. Die Aufgabe des Spielers ist es stattdessen, ein möglichst gut aufeinander abgestimmtes Heldenteam in die Kloppereien zu schicken. Dieses Element erinnert an Sammelkartenspiele, in denen wir ein Deck mit Sammelkarten benötigen.

Allerdings wirken die Gefechte und das ganze Drumherum in den beiden Games wesentlich dynamischer und sind wegen der detailreichen, aufwendig animierten Grafiken schön anzuschauen. Es hat seinen Reiz, wenn sich in Szenen wie mit unserem Steingolem erst in den letzten Augenblicken entscheidet, welche der beiden Seiten letztlich gewinnt.

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Mehr als eine Handvoll Helden... 
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Shoopi 01. Jul 2019

Ändert eh nichts, TFT hat quasi das rennen gewonnen. Nahezu kein Spiel erholt sich...

Shoopi 01. Jul 2019

Das. Ich sage es noch einmal: Das ist kein "kleines armes Studio". Die Typen wussten...

Untrolla 30. Jun 2019

Quellen für deine pauschale Aussage?

Ylion 29. Jun 2019

Hast natürlich schon recht, aber zum einen gibt es Ausnahmen, das hier ist offensichtlich...

ip_toux 28. Jun 2019

+1



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