• IT-Karriere:
  • Services:

Valve: Steam Spy steht nach Datenschutzänderungen vor dem Aus

Für Spieler sind die von Steam Spy ermittelten Verkaufszahlen interessant, für die Entwickler von Indiegames sind sie richtig wichtig. Trotzdem steht der Dienst nun vermutlich vor dem Aus, weil Valve die Privatsphäre seiner Nutzer besser schützt.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Steam Spy (Bild: Steam Spy)

Der Dienst Steam Spy steht nach Einschätzung seines Betreibers Sergey Galyonkin vor dem Aus. Grund sind Änderungen in den Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer auf Steam, die Valve vorgenommen hat. Dabei geht es vor allem um ein Detail: Ab sofort ist es standardmäßig nicht mehr möglich, einen Blick auf die Bibliothek des Nutzers zu werfen. Genau diesen Blick benötigt Steam Spy aber, um die Verkaufszahlen von Spielen so wie bisher einigermaßen akkurat einschätzen zu können. "Steam Spy hat sich darauf verlassen, dass diese Informationen standardmäßig sichtbar sind und wird nicht mehr funktionieren können", schreibt Galyonkin auf Twitter.

Stellenmarkt
  1. VerbaVoice GmbH, München
  2. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin

Valve hat die Änderungen offenbar in bester Absicht vorgenommen, nämlich um mehr Datenschutz zu bieten. Für die Zukunft kündigt das Unternehmen in seinem Blog sogar weitere Änderungen an, etwa einen "Unsichtbar"-Modus, zusätzlich zum bereits verfügbaren Status "Offline".

Für die Nutzer sind das eher gute, für Steam Spy und für viele Entwickler eher schlechte Nachrichten. Besonders negativ betroffen dürften kleinere Teams und Einzelkämpfer sein, deren Produkte auf Steam von einem Publisher vermarktet werden. Sie konnten bislang anhand der Zahlen von Steam Spy einigermaßen genau überprüfen, ob die Abrechnungen ihrer Kooperationspartner akkurat sind. Diese Kontrolloption ist in der Praxis für viele Studios sehr wichtig. Sie entfällt nun vermutlich ersatzlos.

Sergey Galyonkin äußert sich auf Twitter pessimistisch, was seine weiteren Möglichkeiten angeht. Er erwarte nicht, dass Valve ihm und seinem Dienst eine Art Exklusivzugang zu den Verkaufszahlen gewähre, schreibt er. Auch sei es unwahrscheinlich, dass genug Mitglieder auf Steam den Blick auf die Bibliothek manuell wieder zulassen. Seine Schätzungen, die bislang als ziemlich exakt galten, dürften von nun an auf einer sehr dünnen Datenbasis beruhen und ungenau werden.

Galyonkin verdient Geld mit Steam Spy, auf Patreon bekommt er von Unterstützern derzeit rund 7.700 US-Dollar im Monat. Auf Twitter bestätigte er bereits eine erste Rückerstattung für einen Nutzer, der unmittelbar vor den Änderungen auf Steam ein Abo abgeschlossen hatte.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 285,71€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. Surface Go ab 379,00€, Surface Pro 7 ab 764,00€, Surface Laptop 2 ab 999,00€)
  3. 21,00€ (Standard)/35,00€ (Gold)/42,00€ (Ultimate)
  4. 24,00€ (Ultimate)/12,00€ (Standard)/20,00€ (Gold)

My1 11. Apr 2018

aber das wäre erstmal n anfang.

Crass Spektakel 11. Apr 2018

Wenn Gabe an einem gesunden Umfeld von Steam liegt sollte er Steamspy und Entwickler...


Folgen Sie uns
       


Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Die neue Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign hat nur wenig mit DSLR-Kameras gemein. Die Kamera liefert Highend-Qualität, erfordert aber entsprechendes Profiwissen - und wir vermissen einige Funktionen.

Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test Video aufrufen
Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Europäische Netzpolitik: Die Rückkehr des Axel Voss
Europäische Netzpolitik
Die Rückkehr des Axel Voss

Elektronische Beweismittel, Nutzertracking, Terrorinhalte: In der EU stehen in diesem Jahr wichtige netzpolitische Entscheidungen an. Auch Axel Voss will wieder mitmischen. Und wird Ursula von der Leyen mit dem "Digitale-Dienste-Gesetz" wieder zu "Zensursula"?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  2. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

Amazon, Netflix und Sky: Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming
Amazon, Netflix und Sky
Disney bringt 2020 den großen Umbruch beim Videostreaming

In diesem Jahr wird sich der Video-Streaming-Markt in Deutschland stark verändern. Der Start von Disney+ setzt Netflix, Amazon und Sky gehörig unter Druck. Die ganz großen Umwälzungen geschehen vorerst aber woanders.
Eine Analyse von Ingo Pakalski

  1. Peacock NBC Universal setzt gegen Netflix auf Gratis-Streaming
  2. Joyn Plus+ Probleme bei der Kündigung
  3. Android TV Magenta-TV-Stick mit USB-Anschluss vergünstigt erhältlich

    •  /