Valve: Steam-Inhalte künftig möglicherweise verleihbar
"SteamUI_JoinDialog_SharedLicense_Title" "Shared game library": Das ist eine von drei neuen Zeilen in der aktuellen Betaversion der Clientsoftware von Steam. Die Zeilen entfachen Spekulationen darüber, ob Valve künftig in seinem Onlineportal das Ausleihen von Games erlaubt. Die zweite neue Zeile würde bedeuten, dass immer nur ein Spieler Zugriff auf das Programm hätte und der andere beim Spielestart benachrichtigt würde, dass seine Session beendet werden müsse: "Just so you know, your games are currently in use by %borrower%. Playing now will send %borrower% a notice that it's time to quit", heißt es dort. Eine dritte Zeile enthält den Hinweis, dass ein Teilen zu einem gegebenen Zeitpunkt nicht möglich ist.

Gefunden hat den Code laut Kotaku.com(öffnet im neuen Fenster) ein Mitglied des Neogaf-Forums(öffnet im neuen Fenster). Welche Pläne Valve tatsächlich verfolgt, ist schwer abzuschätzen. Möglich ist, dass der virtuelle Tausch von Spielen generell ermöglicht werden soll. Denkbar ist aber auch, dass Publisher diese Funktion künftig gezielt zu Demozwecken – also zur Verkaufsförderung – aktivieren können.
Das Verleihen von digitalen Inhalten ist generell nur vereinzelt möglich. In den USA können beispielsweise die Besitzer eines Kindle von Amazon.com ein E-Book an Freunde ausleihen, aber solange selbst nicht darauf zugreifen. Hierzulande steht diese Funktion nicht zur Verfügung. Microsoft möchte bei der Xbox One bis zu zehn Familienmitgliedern oder Bekannten unter bestimmten Umständen den Zugriff auf die Spiele des Hauptnutzers gewähren – ob die dann alle gleichzeitig spielen können, ist noch nicht bekannt.
Ein verwandtes Thema ist der Wiederverkauf von Spielen. Derzeit befindet sich Valve in einem Rechtsstreit mit dem Verbraucherzentrale Bundesverband, der erreichen möchte, dass Spieler ihre digitalen Steam-Besitztümer an Dritte veräußern können.
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