Valve Software: Neue Richtlinien für Early Access
Die Entwickler von Spielen sollen ab sofort auf Steam in der Rubrik Early Access(öffnet im neuen Fenster) weniger Versprechen machen, was ihre Werke später mal so alles bieten. Stattdessen müssen sie nach Vorstellungen von Valve Software deutlicher sagen, wie der aktuelle Status des Projekts ist und damit auch, welche Probleme es derzeit gibt. Die Kunden sollen so laut Giantbomb.com(öffnet im neuen Fenster) in der Lage sein, ihr Geld auf Basis des tatsächlichen Zustandes des Programms auszugeben – oder eben nicht.
Im Rahmen von Early Access bieten Entwickler ihre noch nicht fertigen Spiele zum Kauf an. Das tun sie oft auch, um überhaupt die weitere Produktion finanzieren zu können. Auch damit soll künftig Schluss sein: Laut Valve sollen Spiele nur dann überhaupt an Early Access teilnehmen, wenn die weitere Entwicklung auch so gesichert wäre. Allerdings dürfte es schwierig bis unmöglich sein, diese Vorgabe zu überprüfen.
Zuletzt hatte es wiederholt Angebote mit sehr unfertigem Code auf Early Access gegeben. Prominentester Fall dürfte die eingestellte Simulation Spacebase DF-9 vom eigentlich renommierten Entwicklerstudio Double Fine sein. Dazu kam noch eine Studie des US-Marktforschungsunternehmens Eedar, der zufolge bislang gerade mal ein Viertel der über Early Access(öffnet im neuen Fenster) in einer frühen Version veröffentlichten Titel dann tatsächlich vollendet wurde.
Early Access gibt es seit März 2013. Allein im restlichen Jahr 2013 wurden dann rund 580 Projekte über Early Access veröffentlicht. Das mit Abstand bekannteste dürfte das Zombie-Action-Survival-Game Day Z sein, das allein am ersten Tag rund 170.000 Spieler kauften und das dem Entwickler damit einen Umsatz von geschätzt rund 4,14 Millionen Euro bescherte. Bislang sind 2014 über 1.300 Projekte auf Early Access veröffentlicht worden.