Valve Software: 77.000 Nutzerkonten pro Monat auf Steam ausgeplündert

Valve führt neue Regeln für den Verkauf virtueller Güter auf seiner Onlineplattform Steam ein. Wer Gegenstände etwa aus Dota 2 oder Counter-Strike verkauft, muss sein Konto nun mindestens seit sieben Tagen mit einer Zwei-Wege-Authentifizierung schützen - etwa über einen mit der Steam-App auf dem Smartphone generierten Code.
Wo das nicht der Fall ist, müssen Käufer und Verkäufer drei Tage warten, bis die Transaktion abgeschlossen wird. Bei Freunden, die seit mindestens einem Jahr über die Plattform in direktem Kontakt stehen, beträgt die Wartezeit einen Tag.
Mit diesen Maßnahmen will Valve laut seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) gegen das Hacken und Ausplündern von Nutzerkonten vorgehen. Nach Firmenangaben werden derzeit pro Monat rund 77.000 Accounts geknackt - die Zahl ist so hoch, seitdem der Handel erlaubt wurde. Betroffen seien laut Valve nicht nur Neulinge, die etwa zu einfache Passwörter anlegen. Auch erfahrene Nutzer, die alle gängigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen würden, seien betroffen.
Der einzige wirksame Schutz sei die Zwei-Wege-Authentifizierung. Die könnten aber nicht alle Nutzer verwenden - etwa, weil einfach doch nicht jeder ein kompatibles Smartphone besitze. Die Firma schreibt, dass sie zwar gestohlene Gegenstände immer wieder ersetze, dass dies aber bei seltenen und damit mächtigen Gegenständen etwa aus Dota 2 zu starke Auswirkungen auf den Markt habe, als dass man es einfach immer so machen könne.