Valve: "Schlechte Spiele werden von schlechten Menschen gemacht"

In einem nicht ganz freiwillig komischen Blogbeitrag erklärt Valve seine neue Geschäftspolitik im Hinblick auf Abzocke und Trolle auf Steam - und warum Nutzer ihr Alter immer wieder neu angeben müssen.

Artikel veröffentlicht am ,
Startseite von Steam
Startseite von Steam (Bild: Valve)

Valve hat auf Steam eine Reihe neuer Funktionen und Filter eingebaut, um den Nutzern bei der Suche nach interessanten Spielen besser zu helfen. Einige der neuen Möglichkeiten sind speziell dazu da, es den Anbietern von billigst und zum Teil mehr oder weniger betrügerisch zusammengeschusterten Spielen so schwer wie möglich zu machen, Geld zu verdienen.

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So schreibt Valve in einem Blogbeitrag, dass zunehmend nicht mehr einzelne Titel von Steam entfernt werden, sondern das gesamte Angebot von Abzockern - bei denen es sich um eine sehr aktive, aber überschaubar große Menge an Personen handeln soll, die Valve inzwischen schlicht Trolle nennt. "Es scheint wirklich so, als ob schlechte Spiele von schlechten Menschen gemacht werden", will die Firma festgestellt haben. Um sie zu identifizieren, würden unter anderem Bankinformationen eingeholt und das allgemeine Verhalten beurteilt.

Valve nennt die Programme dieser Personen übrigens nicht Spiel, sondern "spielförmiges Objekt" - eben weil es nicht der Unterhaltung des Käufers, sondern nur der Gewinnmaximierung des Anbieters dient. Der Text ist auch sonst stellenweise mit feiner Ironie durchsetzt, was durch die offenbar nur von einem Übersetzungsprogramm übertragene deutsche Version zu hübschen Kuriositäten wie "verwischten Spielen" ("blurred Games") führt.

Valve erklärt in dem Beitrag auch, warum Nutzer in dem Shop immer und immer wieder ihr Alter angeben müssen. "Leider haben viele Einstufungsagenturen Regeln, die vorschreiben, dass wir Ihr Alter nicht länger als eine einzige Browsersitzung speichern können", so das Unternehmen. "Es ist frustrierend, aber auch wir müssen diese Altersangaben immer wieder eingeben."

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Das Unternehmen stellt neue Filter vor, etwa für Sex oder Gewalt. Damit können Nutzer derartige Inhalte dauerhaft ausblenden, bekommen aber dennoch Hinweise auf einzelne hochqualitative Inhalte (Valve nennt exemplarisch The Witcher 3), über die man sich dann weiter informieren kann.

Außerdem müssen Entwickler jetzt möglicherweise problematische Inhalte mit kurzen Texten beschreiben, damit sich Nutzer vor dem Kauf ein genaueres Bild machen können - schließlich macht es einen Unterschied, ob Gewalt in einem Spiel bekämpft wird oder ob es sich um ein sinnfreies Gemetzel handelt.

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gadthrawn 10. Sep 2018

Hm.. Aber wie da nicht der Programmierer mit dem Auftraggeber und vermarkter...

ptepic 09. Sep 2018

Wobei das bei mir so läuft, dass ich, wenn ich es nach 5 Min. am ursprünglichen Ort nicht...

cpt.dirk 09. Sep 2018

Anstatt eine eindeutige, authentifizierte ID, eine KI-Analyse der Sprache oder eines...

ldlx 08. Sep 2018

Mal noch "Heilung" in den Raum geworfen.



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