Valve: Quelloffenes SDK für Steam Link verfügbar

Valve hat die Firmware und ein SDK für den Steam Link quelloffen veröffentlicht. Damit lässt sich das Gerät, das zum Streamen von Spielen gedacht ist, sehr leicht erweitern. Sogar ein Umbau zum Mini-PC ist denkbar.

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Das SDK für den Steam Link ist quelloffen.
Das SDK für den Steam Link ist quelloffen. (Bild: Valve)

Eigentlich ist die Streaming-Box Steam Link dazu gedacht, von einem leistungsstarken Rechner über das Gerät an den Fernseher im Wohnzimmer zu übertragen. Mit der Freigabe der Linux-basierten Firmware und einem ebenfalls freien SDK können nun leicht weitere Anwendungen erstellt werden, die auf Steam Link laufen können.

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Die Firmware basiert zurzeit auf Linux 3.8 und nutzt die Glibc 2.19. Als standardmäßig verwendbare APIs nennt Valve OpenGL ES 2.0, das Qt-Framework für grafische Oberflächen in Version 5.4, sowie die Multimediabibliothek SDL 2.0. Als Teil der SDL könne auch eine Gamepad-API genutzt werden, die auf die Verwendung mit dem Steam Controller ausgelegt ist, heißt es in der Beschreibung auf Github.

Neben den genannten APIs zur Anwendungsentwicklung bietet der nun verfügbare Quellcode auch einige weitere Programme, die für Entwickler von Interesse sein dürften. Dazu gehören etwa der GNU Debugger oder auch OpenSSH. Letzteres kann genutzt werden, um sich auf dem Gerät mit Root-Rechten einzuloggen. Damit sollten Bastler vollständig die Kontrolle über das Gerät übernehmen können.

Umbau zum Mini-Rechner

Neben dem Portieren von Minigames oder einer nativen Umsetzung des VLC-Players auf dem Steam Link könnten die Möglichkeiten des SDK schließlich auch dazu genutzt werden, eine mehr oder weniger angepasste Linux-Distribution darauf zu starten. Damit können die Beschränkungen des von Valve mit dem Gerät ausgelieferten Betriebssystems einfach überwunden werden.

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Ob sich dieser Umbau zum Mini-Rechner lohnt, ist allerdings schwierig zu beurteilen. Immerhin verfügt der Steam Link mit einer ARMv7-CPU bei 1 GHz Takt, 256 MByte RAM und 500 MByte Flashspeicher über eine relativ schlechte Ausstattung. Aktuelle Ein-Platinen-Rechner bieten bei einem vergleichbaren Preis teils bessere Hardware.

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