Valve: Neue Turnierstruktur und viel Geld für Dota 2

Während Fans von Dota 2 dem Großturnier The International entgegenfiebern, das Mitte August 2017 in Seattle stattfindet, hat Valve grundlegende Neuerungen für die kommende Saison angekündigt. Anstatt die Teilnehmer von The International über eine Reihe eigener Majors mit Endspielen zu ermitteln, soll es künftig von Drittfirmen ausgetragene Turniere in unterschiedlicher Größenordnung geben. Dabei sammeln die E-Sportler Punkte, über die sie sich für das Finale qualifizieren, das dann wohl im August 2018 erneut in Seattle ausgetragen wird.

Die von Drittfirmen ausgetragenen Turniere unterscheiden sich vor allem durch das Preisgeld. Bei Majors müssen es nach Vorgabe von Valve mindestens 500.000 US-Dollar sein, bei Minors sind mindestens 150.000 US-Dollar Pflicht. Valve selbst steuert jeweils 500.000 beziehungsweise 150.000 US-Dollar bei.
Die Veranstalter müssen natürlich eine Reihe von Vorgaben erfüllen: Unter anderem muss mindestens ein Team aus jeder der Regionen Nordamerika, Südamerika, Südostasien, China, Europa und Russland mit angrenzenden Gebieten vertreten sein. Außerdem müssen die Teilnehmer spätestens im Finale auch über ein LAN antreten können - nur Onlineverbindungen reichen also nicht aus.
Bestenliste mit Spielern und Teams
Bei Majors bekommen die Teilnehmer je nach Platzierung mehr Qualifizierungspunkte als bei Minors. Wie viele genau, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, auf die Valve in seiner Ankündigung(öffnet im neuen Fenster) über die kommende Saison nicht im Detail eingeht. Die Spieler nehmen ihre Punkte etwa bei Teamwechseln mit. Für die Qualifikation zum The International sind aber nur die drei Spieler mit den meisten Punkten relevant - das soll dafür sorgen, dass auch Nachwuchsathleten eine Chance bekommen.
Auf Basis der Qualifizierungspunkte will Valve eine Übersicht mit den erfolgreichsten Dota-2-Spielern und den besten Teams erstellen. Dieses Leaderboard dürfte relativ schnell im Zentrum der Szene stehen - schließlich erinnert es mehr oder weniger stark etwa an die Tabelle der Bundesliga.



