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Valve: Mods für Steam Workshop brauchen Freigabe

Bestimmte Modifikationen für PC-Spiele im Steam Workshop benötigen ab sofort eine Freigabe durch Valve – das Unternehmen will so Betrug verhindern. Auch bei Terminankündigungen wird eine weitere Kontrollinstanz eingerichtet.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Steam (Bild: Valve Corporation)
Artwork von Steam Bild: Valve Corporation

Valve hat die Freigabeprozesse für Mods im Steam Workshop überarbeitet. Die Erweiterungen müssen nun offiziell mit einer verifizierbaren E-Mail-Adresse eingereicht werden, um dann von Valve innerhalb eines Tages überprüft und online gestellt zu werden. Bislang war keine vergleichbarere Kontrolle vorgesehen.

Sie ist offenbar nötig, weil sich Fälle gehäuft haben, in denen Betrüger Modifikationen veröffentlicht haben, die etwa Zugriff auf kostenlose Skins versprochen haben. Stattdessen oder zusätzlich waren aber Links zu Phishing-Seiten oder Ähnlichem eingebaut.

Die neuen Regeln gelten für ganz neue Mods ebenso wie für Aktualisierungen, bislang aber lediglich für drei Spiele von Valve selbst: Counter-Strike Global Offensive, Dota 2 und Team Fortress 2. Die Erklärung des Ablaufs im Steam Support(öffnet im neuen Fenster) ist allerdings so verfasst, als ob sie für alle Titel gültig seien. Möglicherweise rechnet Valve damit, dass die Betrüger rasch auf andere Games ausweichen.

Fast zeitgleich hat Valve laut Gamesindustry(öffnet im neuen Fenster) eine weitere Kontrolle in Steam eingerichtet, die allerdings primär Spieleentwickler betrifft. Die können Änderungen beim anvisierten Erscheinungstermin ihrer Werke nun nicht mehr selbst vornehmen, sondern müssen dazu Valve kontaktieren.

Destiny 2 – Trailer (Steam)
Destiny 2 – Trailer (Steam) (00:38)

Nötig ist das, weil einige Studios sich immer wieder mit einem angeblich unmittelbar bevorstehenden Termin in die Liste mit den anstehenden Neuerscheinungen (Upcoming) geschmuggelt haben, obwohl ihr Game erst sehr viel später fertig wird.

Auf diese Art, so vermutlich die Hoffnung der Studios, haben ein paar Spieler zusätzlich den Titel einfach mal vorbestellt und sich nicht weiter mit der Terminfrage beschäftigt. Das hat langfristig nicht nur zu Frust bei den Kunden geführt, sondern auch dazu, dass die Liste mit den Neuerscheinungen wenig echten Nutzwert hatte.


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