• IT-Karriere:
  • Services:

Valve-Entwickler: OpenGL-Treiber erschweren Spiele-Entwicklung

Beim Erstellen von OpenGL-Spielen müssten die Entwickler eng mit den Treiber-Teams zusammenarbeiten, um überhaupt veröffentlichen zu können, schreibt Valve-Entwickler Rich Geldreich. Mit Direct3D sei das anders.

Artikel veröffentlicht am ,
Wird OpenGL von Mantle und DirectX 12 abgehängt?
Wird OpenGL von Mantle und DirectX 12 abgehängt? (Bild: OpenGL)

Direkt im Anschluss an seine Beschwerde zur OpenGL-Grafik-API legt Valve-Entwickler Rich Geldreich nach. In seinem Blog beschreibt er die Schwierigkeiten mit den verfügbaren Treibern. Anders als bei Direct3D müssten die OpenGL-Treiber der drei großen Hersteller bereits mit in die Spiele-Entwicklung einbezogen werden. Schuld daran seien die unterschiedlichen Funktionen und die Qualität der Treiber, die Geldreich näher beschreibt. Seine Kritik führt er sehr detailliert für jeden Hersteller einzeln aus. Er benennt sie zwar nicht explizit, sie sind aber leicht auszumachen.

Nvidia

Stellenmarkt
  1. Bonback GmbH & Co. KG, Übach-Palenberg
  2. Stadt Neumünster, Neumünster

Nvidia ("Vendor A") verfüge über den derzeit besten Treiber, die vielen Erweiterungen zeigten auch auf, wie OpenGL mit Mantle und DirectX12 konkurrieren könnte. Fehler führen aber teilweise zu Totalabstürzen oder dem Zurücksetzen der Grafikkarte. Sich allein auf diesen Treiber zu fokussieren, vernachlässige einen sehr großen Marktanteil anderer Anbieter.

Nvidia werde scherzhaft auch als "Graphics Mafia" bezeichnet. Denn das Unternehmen arbeite daran, eigene Entwickler in den Teams der Spiele-Entwickler unterzubringen. Diese Mitarbeiter könnten ein Spiel zwar stark optimieren, kümmerten sich dabei aber nicht um die Fähigkeiten der Treiber anderer Hersteller, was zu Problemen führen könne.

AMD

Demgegenüber sei der Treiber von AMD ("Vendor B") ein komplettes Durcheinander und habe sehr viele Fehler. Das Unternehmen könne zwar gute Hardware bauen, mit Software aber nicht umgehen. So funktionierten GL-Erweiterungen einfach nicht - das zeige im Prinzip auch, warum sie als solches in der Praxis nutzlos sind. Auch könne der Treiber nicht aktualisiert werden, ohne etwas kaputt zu machen.

Die Entwickler kennen dafür die OpenGL-Spezifikation auswendig und könnten deshalb sehr oft helfen. Ebenso gebe es ein kleines Team, das Werkzeuge bereitstellt, mit denen sich sehr leicht Debugger erstellen lassen.

Intel

Es sei schwierig, sauer auf Intel ("Vendor C") zu sein. Die Grafikhardware spiele hier nur eine untergeordnete Rolle, dafür sei das Unternehmen der führende Hersteller für Open-Source-Treiber. Die Spezifikationen sind öffentlich und notfalls könnten Treiber-Patches via Git eingereicht werden. Allerdings hinke der Treiber dem GL-Standard etwa drei Jahre hinterher.

Darüber hinaus sei so viel Geld vorhanden, dass ein zweiter Treiber von einem anderen Team für eine andere Plattform erstellt werde. Der damit gemeinte Windows-Treiber sei aber ein "komplettes Desaster", und OpenGL spiele auf der Plattform einfach keine Rolle.

Andere freie Treiber

Mit den Entwicklern der freien Linux-Treiber für Nvidia- und AMD-Hardware habe er noch nicht zusammengearbeitet, schreibt Geldreich weiter. Von einer solchen Zusammenarbeit hält er aber auch nicht besonders viel, weil sie sich seiner Ansicht nach negativ auf die Zusammenarbeit mit den Herstellern der proprietären Treiber auswirken könnte. Er glaube jedoch auch, dass Nvidia sich dem erfolgversprechenden Open-Source-Model werde anschließen müssen, um langfristig mit Intel zu konkurrieren.

Abschließend stellt Geldreich fest: Ein OpenGL-Spiel könne nur in Zusammenarbeit mit den Treiber-Herstellern entstehen. Er empfiehlt deshalb, zu den Treiber-Teams und auch der Management-Ebene nett zu sein, ansonsten werden die Spiele einfach nicht gut genug.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus Rog Strix X570-F + Ryzen 7 3700X für 555,00€, Asus Tuf B450-Plus + Ryzen 7 2700 für...
  2. 419,00€ (Bestpreis!)
  3. täglich neue Deals bei Alternate.de

chrulri 14. Mai 2014

Schonmal was von Battlefield 4 gehört? Time to Marke hat DICE, dank EA und ihrer CoD...

xmaniac 14. Mai 2014

Pfiffige Entwickler haben vielleicht was besseres zu tun, als Bugs im Treiber zu fixen...

xmaniac 14. Mai 2014

Ja dann ist OpenGL unterstützung zumindest zusätzlich notwendig. Aber das bedeutet nicht...

Scorcher24 14. Mai 2014

In einer Engine die ich geschrieben habe auf Basis von OpenGL3, als es noch relativ neu...

QDOS 13. Mai 2014

Hilft nur nicht bei den ganzen existierenden Anwendungen - und wenn man bedenkt dass...


Folgen Sie uns
       


55-Zoll-OLED-Monitor von Alienware - Test

Mit 120 Hz, 4K-Auflösung und 55-Zoll-Panel ist der AW5520qf ein riesiger Gaming-Monitor. Darauf macht es besonders Spaß, Monster in Borderlands 3 zu besiegen. Wäre da nicht die ziemlich niedrige Ausleuchtung.

55-Zoll-OLED-Monitor von Alienware - Test Video aufrufen
In eigener Sache: Aktiv werden für Golem.de
In eigener Sache
Aktiv werden für Golem.de

Keine Werbung, kein unerwünschtes Tracking - kein Problem! Wer Golem.de-Inhalte pur nutzen möchte, hat neben dem Abo Golem pur jetzt eine weitere Möglichkeit, Golem.de zu unterstützen.

  1. Golem Akademie Von wegen rechtsfreier Raum!
  2. In eigener Sache Wie sich Unternehmen und Behörden für ITler attraktiv machen
  3. In eigener Sache Unser Kubernetes-Workshop kommt auf Touren

Fritzbox mit Docsis 3.1 in der Praxis: Hurra, wir haben Gigabit!
Fritzbox mit Docsis 3.1 in der Praxis
Hurra, wir haben Gigabit!

Die Fritzbox 6591 Cable für den Einsatz in Gigabit-Kabelnetzen ist seit Mai im Handel erhältlich. Wir haben getestet, wie schnell Vodafone mit Docsis 3.1 tatsächlich Daten überträgt und ob sich der Umstieg auf einen schnellen Router lohnt.
Ein Praxistest von Friedhelm Greis

  1. Kabelnetz Ausgaben für Docsis 3.1 nicht sehr hoch
  2. Nodesplits Vodafone bietet 500 MBit/s für 20 Millionen Haushalte
  3. Sercomm Kabelmodem für bis zu 2,5 GBit/s vorgestellt

Autonomes Fahren: Wenn der Wagen das Volk nicht versteht
Autonomes Fahren
Wenn der Wagen das Volk nicht versteht

VW testet in Hamburg das vollautonome Fahren in der Stadt - und das recht erfolgreich, wie eine Probefahrt zeigt. Als größtes Problem erweist sich ausgerechnet die Höflichkeit der Fußgänger.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Volkswagen ID. Space Vizzion als Elektrokombi vorgestellt
  2. Elektroauto von VW Es hat sich bald ausgegolft
  3. ID.3 kommt Volkswagen verkauft den E-Golf zum Schnäppchenpreis

    •  /