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Valve: Eigene Pakete für Steam-Box-Distro?

Ob Valve für die Steam Box eine eigene Linux-Distribution nutzen wird oder auf Ubuntu aufbaut, steht noch nicht fest. Nun steht aber ein Repository mit ersten Paketen von Valve bereit.
/ Sebastian Grüner
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Ubuntu-Pakete als Vorbote einer Steam-Box-Distribution? (Bild: Valve Corporation CC-BY-SA 3.0)
Ubuntu-Pakete als Vorbote einer Steam-Box-Distribution? Bild: Valve Corporation CC-BY-SA 3.0

Auf Valves Steampowered-Webseite steht neben dem Repository für den Linux-Steam-Client nun auch eine Ubuntu-Paketquelle mit dem Namen Hometest(öffnet im neuen Fenster) bereit. In der Beschreibung des Repositorys(öffnet im neuen Fenster) heißt es, es biete " Steam-Pakete und Updates für Steam basierend auf Ubuntu 12.04.2 LTS" .

Doch neben dem Binary für den Steam-Client selbst finden sich in Hometest auch eine experimentelle Version des proprietären Nvidia-Grafiktreibers, ein Auto-Update-Paket, das einen Cron-Job für die Aktualisierung enthält, sowie ein Wallpaper und ein Plymouth-Theme mit Steam-Logo, die unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen.

Das öffentliche Repository und die darin enthaltenen Pakete könnten ein Hinweis darauf sein, dass Valve plant, eine eigene Linux-Distribution oder zumindest ein stark angepasstes Ubuntu als Betriebssystem für die Steam-Box zu verwenden oder anzubieten. Möglich wäre etwa Ubuntu Core(öffnet im neuen Fenster) als Basis eines minimalen Systems, das direkt in den Big-Picture-Mode von Steam starten könnte.

Valve-Chef Gabe Newell zufolge soll die Steam Box eine Konsole mit PC-Technologie werden. Das Gerät ist als offene Plattform konzipiert – wer mag, kann also auch Windows installieren. Andere Hersteller können ebenfalls eigene Steam-Boxen herstellen. Im Januar 2013 hatte etwa das Unternehmen Xi3, an dem Valve beteiligt ist, unter dem Projektnamen Piston einen eigenen Prototyp vorgestellt.

Vor etwa einem Jahr häuften sich Gerüchte , dass Valve an einer eigenen Konsole arbeite. Wenig später bestätigte Valve , dass das Unternehmen den Steam-Client und eigene Spiele auf Linux portieren möchte. Seit Mitte Februar dieses Jahres ist Steam offiziell für Linux verfügbar.


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