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Valve Anti-Cheat: Rekordversuch bei Sperren in Spielen

Ein Spieler arbeitet am Sperren-Rekord. Knapp 200 hat er geschafft, rund die Hälfte bei Valve Anti-Cheat .
/ Peter Steinlechner
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Spieler auf Gamescom (Maske aus Watch Dogs Legion) (Bild: Ina Fassbender/AFP via Getty Images)
Spieler auf Gamescom (Maske aus Watch Dogs Legion) Bild: Ina Fassbender/AFP via Getty Images

Ein Computerspieler mit dem Pseudonym Xeonir hat im Netz ein ungewöhnliches Hobby vorgestellt: Er arbeitet daran, die meisten Sperren (engl.: Bans) in Spielen zu sammeln. Das Ziel sind 100 Sperren in Titeln, die durch Valve Anti-Cheat (VAC) vor Schummlern geschützt werden, sowie 100 Bans in sonstigen Games.

Die 100 VAC-Sperren sind mittlerweile erreicht, wie die Statistikseite Steam Ladder belegt(öffnet im neuen Fenster) . Wie die Sache bei den sonstigen Spielen aussieht, ist nicht ganz klar. Schließlich können die von ganz unterschiedlichen Herstellern stammen, weswegen es keine Übersicht gibt.

Die Herausforderung durch Valve Anti-Cheat ist unter anderem, ständig neue Spiele zu kaufen und dann auch so zu betrügen, dass es auffällt. Soweit bekannt, sperrt Valve ertappte Betrüger normalerweise für alle oder zumindest die meisten seiner hauseigenen Titel, und zwar dauerhaft.

Es gibt aber noch rund 100 weitere Games, in denen Valve Anti-Cheat zu Einsatz kommt oder zeitweise verwendet wurde. Insgesamt gab Xeonir allein auf Steam über 3.500 US-Dollar für seinen Rekordversuch aus, wie er im Gespräch mit dem Magazin Video Games erklärte(öffnet im neuen Fenster) .

Killing Floor 2: Keine Sperre trotz massivem Cheaten

Dort sagte er auch, dass die Markierung als Cheater bei den sonstigen Titeln komplizierter sei. Manchmal habe er die Entwickler gefragt, ob sie ihn sperren würden - was diese dann auch meist gemacht hätten. Das sei einfacher, als aktiv zu schummeln. Vereinzelt habe er sogar geholfen, ein Sperren-System aufzubauen.

In Killing Floor 2 und Garry's Mod wiederum habe er viele Dutzend Stunden als Cheater verbracht und die Entwickler angefleht, ihn zu sperren - geschehen sei nichts.

Xeonir sagt, dass er trotz seiner Betrügereien kein schlechtes Gewissen gegenüber der Community habe: "Ich glaube, dass Cheating zur Spieleszene gehört und dass die anderen Spieler jederzeit den Server verlassen können."


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