Valorant: Riot Games will Sprachchat immer aufzeichnen und analysieren
Das kalifornische Entwicklerstudio will ab dem 13. Juli 2022 den Sprachchat des kostenlos verfügbaren Actionspiels Valorant aufzeichnen und analysieren. Das hat das Unternehmen in seinem Firmenblog(öffnet im neuen Fenster) bekanntgegeben. Vorerst seien nur die Server in Nordamerika mit englischer Sprachunterstützung betroffen.
Mit den Daten soll eine "brandneue Technologie" getestet werden, die problematisches Verhalten selbständig erkennen können soll. Vorerst werde zufällig aufgenommenes Mobbing oder anderer toxischer Inhalt nicht dazu verwendet, Sperren oder Strafen gegen Spieler zu verhängen.
Später sollen aufgefallene Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen aber sehr wohl auch geahndet werden – und zwar mit dem Start der Beta später im Jahr 2022. Die Entwickler nennen keinen konkreten Termin. Die Software soll ausdrücklich auch in anderen Spielen des Herstellers zum Einsatz kommen, also auch in League of Legends.
Wer verhindern möchte, dass seine im Sprachchat getätigten Aussagen aufgezeichnet werden, kann auf diese Funktion verzichten und erst gar kein Mikrofon an den Rechner anschließen. Dann dürfte es aber schwierig werden, in Valorant auf gehobenem Niveau anzutreten – viele Teams stimmen sich nur über Sprache ab.
Bereits im April 2021 hatte sich Riot Games in seinen Datenschutzrichtlinien das Recht eingeräumt, Sprache in Valorant aufzunehmen. Bislang werden die Daten aber nach Angaben des Herstellers nicht ausgewertet und schnell wieder gelöscht, sofern keine Beschwerden oder sonstigen Probleme auftreten.
Auch die Playstation 5 zeichnet Sprachchat auf
Riot Games ist nicht das einzige Unternehmen der Spielebranche, das mithört. Sony etwa speichert bei der Verwendung von Sprachchats über das Mikrofon im Controller der Playstation 5 immer die letzten fünf Minuten im lokalen Speicher.
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Die Daten sind dazu gedacht, im Falle von Belästigungen oder Beleidigungen einen Beleg für den Kundendienst von Sony zu haben. Betroffene Spieler können 40 Sekunden des Materials direkt über die PS5 an Sony schicken.
Davon können die Nutzer 20 Sekunden selbst auswählen, dazu kommen weitere 10 Sekunden davor und danach. Der Kundendienst soll mit dem Material beispielsweise Entscheidungen über die Sperre von toxischen Teilnehmern treffen können.
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