Valorant: Anti-Cheat-Tool mit Kernel-Zugriff kann deinstalliert werden

Nach der Deaktivierung kann Valorant aber nicht mehr gespielt werden. Riot Games sieht das Programm als notwendig an. Cheater gibt es trotzdem.

Artikel veröffentlicht am ,
In Valorant treten zwei Fünf-Spieler-Teams gegeneinander an.
In Valorant treten zwei Fünf-Spieler-Teams gegeneinander an. (Bild: Riot Games/Screenshot: Golem.de)

Das Entwicklerstudio Riot Games gibt Spielern des noch in der Beta befindlichen Taktikshooters Valorant (angespielt) die Möglichkeit, das dazugehörige Anti-Cheating-Tool Vanguard abzuschalten oder zu deinstallieren. Die Software läuft derzeit nämlich auch, ohne Spielstart immer im Hintergrund. Das Programm hat einen administrativen Zugriff auf Kernel-Ebene sowie auf diverse Dienste und kann den Start externer Software blockieren. Das hat teilweise schon zu Missverständnissen geführt, wenn das aggressive Anti-Cheat-System Drittherstellerprogramme blockt, die an sich nichts mit dem Spiel zu tun haben. "Die meisten Spieler werden so ein Szenario nicht erleben", versichert der Entwickler.

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Das Abschalten oder Deinstallieren von Vanguard hat zur Folge, dass Valorant dann nicht mehr gestartet werden kann. Für den Betrieb ist das Anti-Cheat-Programm zwingend notwendig. Sollten Spieler das Programm deaktivieren, müssen sie ihr System neu starten, damit sich der Dienst erneut initialisieren kann. Sollten Nutzer das Programm von ihrem OS deinstalliert haben, wird eine Neuinstallation eingeleitet, sobald Valorant gestartet wird. Auch hier ist ein anschließender Systemneustart notwendig.

Der Kernel-Zugriff von Vanguard sei notwendig, um Cheater besser ausfindig machen zu können. Die Software kann etwa externe Tools finden und deaktivieren, Muster erkennen und theoretisch sogar temporäre, im Arbeitsspeicher befindliche Informationen auslesen. Das ist eine Methode, um in Spielen zu betrügen - indem dem Spiel eigentlich nicht mögliche Parameter übergeben oder diese extrahiert werden. Riot Games versichert dabei, dass Vanguard keine zusätzlichen persönlichen Informationen sammelt.

Allerdings ist Vanguard wohl eine potenzielle Quelle für Sicherheitslücken, sagte der Sicherheitsforscher Saleem Rashid dem IT-Magazin Ars Technica. Per Admin-Zugriff könnten sich Angreifer Zugriff auf diverse Informationen und Daten der Opfer verschaffen. Deshalb hat Riot Games auch die Bug Bounties für Leute erhöht, die Lücken in der Software dem Entwickler melden, statt sie auszunutzen.

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Das invasive Anti-Cheat-Tool hindert übrigens Menschen nicht daran, zu betrügen. Selbst in der Closed Beta von Valorant wurden bereits Cheater entdeckt. Wie Counter-Strike: Global Offensive, das Vorbild und Konkurrent von Riots Shooter ist, dürfte auch Valorant damit im Laufe der Zeit Probleme haben.

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Dampfplauderer 30. Apr 2020

...auf Konsole cheaten dank permamentem Aimassist halt alle gleichermaßen.

wupme 30. Apr 2020

Wenn man halt nicht weiß wofür Clickbait steht.....

ImBackAlive 29. Apr 2020

Man kann von Denuvo natürlich halten was man möchte - den Erfolg kann man aber nicht...

Chayze 29. Apr 2020

Ich wurde dann doch mal neugierig und habe das Spiel installiert. Als ich zum ersten mal...



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