Valleyview: Atom-SoC mit vier Kernen für Tablets kommt Ende 2013
Im großen chinesischen Onlinesystem Baidu hat ein Nutzer ein vermeintlich von Intel stammendes Dokument mit einer Roadmap(öffnet im neuen Fenster) zu künftigen Atom-SoCs eingestellt. Daraus geht unter anderem hervor, dass die ersten besonders sparsamen Atoms mit Codenamen Oak Trail weder unter Windows 7 noch unter Android weiterhin unterstützt werden. Die Serie mit den Modellnummern Z6X0 ist damit ein Auslaufmodell, Intel will sie auf Anfrage aber weiter verkaufen – vermutlich vor allem für Embedded-Lösungen mit anderen Betriebssystemen.
Waren diese Atoms mit bis zu 3 Watt bisher die Hoffnungsträger für Tablets – was durch Windows 8 nun wieder für Intel relevant wird -, so muss diese Aufnahme nun die Serie Clover Trail mit den Modellnummern Z2XXX übernehmen. Die Unterscheidung ist somit leicht: Die Atoms mit dreistelliger Nummer nach dem Z sind die älteren, die mit vierstelliger die aktuellen Modelle.
Serie Z2XXX bleibt noch ein Jahr Intels einziger Tablet-Atom
Noch über ein Jahr müssen Intel-Kunden mit diesen SoCs zurechtkommen, die in 32-Nanometer-Technik hergestellt werden. Erst Ende 2013 ist dann der chinesischen Roadmap zufolge die erste große Überarbeitung der Atom-Architektur überhaupt vorgesehen, sie trägt den Codenamen "Silvermont". Die zugehörigen Chips heißen bisher "Valleyview" und die gesamte Plattform mit Zusatzbausteinen "Bay Trail".
Dabei sind bis zu vier CPU-Kerne vorgesehen, die zusammen mit den Grafik- und Videoeinheiten auf einem Die in 22-Nanometer-Technik vereint werden sollen. Insbesondere die bisher sehr schwachen Videofunktionen will Intel dabei erweitern, das Abspielen von Full-HD-Videos, auch mit Blu-ray-Codecs, soll dann endlich ohne Zusatzchips klappen. Beim den Schnittstellen sind unter anderem HDMI, 3-GBit-Sata und USB 3.0 vorgesehen.
Erst wenn Intel sparsame Atoms mit solcher Ausstattung liefern kann, zieht der Chiphersteller mit der ARM-Konkurrenz gleich. Quad-Cores und moderne Schnittstellen sowie Full-HD-Video sind bei Android-Tablets inzwischen keine Seltenheit mehr, USB 3.0 immerhin schon.
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