Valkyrie: Nasa-Roboter soll auf Offshore-Plattfom arbeiten
In dem Projekt will die Nasa Erfahrungen für künftige Einsätze des Roboters auf dem Mond oder dem Mars sammeln.
Für Einsätze auf dem Mond trainiert die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) einen humanoiden Roboter auf der Erde. Er soll Arbeiten auf einer Offshore-Plattform übernehmen.
Valkyrie oder R5 soll auf einer unbemannten Plattform des australischen Mineralölunternehmens Woodside Energy eingesetzt werden. Dort werde er Wartungs- und Inspektionsaufgaben erledigen, teilte die Nasa mit. Dabei soll er von einem Team der Nasa aus den USA ferngesteuert werden.
Der Roboter ist 1,9 Meter groß und wiegt 125 Kilogramm. Er verfügt über insgesamt 44 Freiheitsgrade und hat alle Funktionen inklusive Datenverarbeitung sowie Energieversorgung integriert. Das bedeutet, der Roboter kann selbstständig und ohne Kabelverbindung agieren. Gesteuert wird er von zwei Intel-Core-i7-Prozessoren. Ein Akku mit einer Kapazität von 1,8 Kilowattstunde versorgt ihn mit Strom.
Der Roboter ist schon älter
Die Nasa stellte den Roboter 2013 vor. Damit nahm die US-Raumfahrtbehörde an einem Roboterwettbewerb der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) teil. In Zukunft sollen Roboter wie dieser auf dem Mond oder dem Mars Arbeiten, beispielsweise an Habitaten, durchführen, auch wenn keine Astronauten vor Ort sind.
Video: Humanoider Roboter Valkyrie - Nasa [1:44]
Von dem Projekt mit Woodside Energy sollen beide Seiten profitieren: Die Nasa will die Fähigkeiten von Robotern im ferngesteuerten Betrieb weiterentwickeln. Dabei sollen die Roboter die Effizienz von Offshore-Anlagen verbessern und gleichzeitig die Sicherheit für das Personal und die Umwelt verbessern. Die neuen Fähigkeiten könnten auch bei den Artemis-Missionen eingesetzt werden, teilte die Nasa mit.
"Wir freuen uns, die nächste Phase der Entwicklung und Erprobung hochentwickelter Robotersysteme einzuleiten, die das Potenzial haben, das Leben auf der Erde positiv zu beeinflussen, indem sie sicherere Operationen in gefährlichen Umgebungen ermöglichen", sagte Shaun Azimi, Robotiker am Johnson Space Center der Nasa.