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Vainglory: Smartphones raus, wir machen eine LAN-Party

Anspruchsvoll wie League of Legends, aber auf einem Tablet oder Smartphone: Das Mobile-Moba Vainglory ist besonders bei jungen Spielern beliebt. Eine E-Sport-Szene hat sich auch gebildet. Wir waren bei dem Finale der Spring Season dabei und haben mit Entwicklern und Profispielern gesprochen.

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Die Vainglory Spring Championship Finals im Admiralspalast Berlin
Die Vainglory Spring Championship Finals im Admiralspalast Berlin (Bild: Steffie Wunderl/ESL)

Wer braucht schon Maus und Tastatur zum Spielen? Die E-Sportler des Mobile-Mobas Vainglory jedenfalls nicht: Mehr als 100-mal in der Minute tippen die Spieler auf den Touchscreen ihres Smartphones oder Tablets und versuchen, Gold zu farmen, sich mit Ganks einen Vorteil zu verschaffen und die Basis des Gegners zu zerstören, wie bei League of Legends und Dota 2. Und wie bei diesen beiden Spielen entsteht auch bei Vainglory eine aktive E-Sport-Szene.

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Das Besondere daran sind die sehr jungen Spieler. Der jüngste Teilnehmer des Finales der European Vainglory Championship Series war gerade einmal 13 Jahre alt. Wir waren bei dem Turnier in Berlin dabei und haben Entwickler und Profispieler gefragt, warum gerade sehr junge Spieler an dem Spiel Gefallen finden.

  • Arthur "MEDIC" Gentil vom Team SK Gaming (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Alican "GreatkhALI" Üzüm vom Team Mousesports (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Vainglory Spring Season Championship Finals (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Vainglory Spring Season Championship Finals (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Vainglory Spring Season Championship Finals (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
Vainglory Spring Season Championship Finals (Bild: Steffi Wunderl/ESL)

Im Prinzip wollten die Entwickler der Super Evil Megacorp das Gameplay von League of Legends auf eine mobile Plattform übertragen. Die ehemaligen Entwickler von Rockstar, Riot Games und Blizzard beobachteten, dass gerade Kinder und Jugendliche fast ausschließlich auf Smartphones oder Tablets spielten: Die Idee für Vainglory war geboren.

"Wir mussten viele große Entscheidungen treffen, um ein Moba für eine mobile Plattform zu entwickeln", erklärt Q Wang, einer der Gründer der Super Evil Megacorp, im Gespräch mit Golem.de. "Wir haben etwa eine Spielzeit von 20 bis 25 Minuten angepeilt, etwa die Hälfte einer normalen Moba-Partie. Das ist aus unserer Sicht die kürzeste Spielzeit, um trotzdem die wichtigen Strategiephasen im Spiel zu haben."

Ein weiterer Unterschied zu klassischen Mobas ist, dass ein Team aus nur drei Spielern besteht. Für eine mobile Plattform seien kleinere Teams sinnvoller. Außerdem sei es einfacher, mit Freunden etwa auf dem Schulweg zusammen in einem Team zu spielen, meint Wang. "Unterwegs holst du einfach das Smartphone heraus und machst mit deinen Freunden eine kleine LAN-Party."

E-Sport kam später

"Bei Vainglory haben wir den E-Sport-Aspekt erst komplett außen vor gelassen. Wir wollten einfach nur ein gutes Spiel für unterwegs schaffen", sagt Wang rückblickend. Doch hätten Leute plötzlich angefangen, ihr Spiel einfach mit einer normalen Kamera aufzunehmen und auf Youtube hochzuladen. "Damit haben wir gar nicht gerechnet. Auch nicht, dass Leute plötzlich kleine Turniere innerhalb des Freundeskreises organisiert haben."

Die Entwickler fanden Gefallen an dem Gedanken einer Mobile-E-Sport-Szene. Sie fügten dem Spiel einen Spectator-Modus hinzu und starteten in Deutschland eine kleine E-Sport-Liga, die von der Vainglory-Community sehr gut aufgenommen wurde. Ein Spieler, der seit Beginn dabei ist, spielt für das Team SK Gaming. Arthur "Medic" Gentil spielte Vainglory erst zur Entspannung von seinem Medizinstudium. Seit September 2015 ist er Vollzeit-E-Sport-Profi, der erste der Szene. "Als ich das Spiel zum ersten Mal gespielt habe, war ich sofort begeistert. Es spielte sich super intuitiv", sagte er im Gespräch mit Golem.de. Ein anderes Moba habe er zuvor nicht gespielt, wie viele Vainglory-Spieler.

  • Arthur "MEDIC" Gentil vom Team SK Gaming (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Alican "GreatkhALI" Üzüm vom Team Mousesports (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Vainglory Spring Season Championship Finals (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Vainglory Spring Season Championship Finals (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
  • Vainglory Spring Season Championship Finals (Bild: Steffi Wunderl/ESL)
Arthur "MEDIC" Gentil vom Team SK Gaming (Bild: Steffi Wunderl/ESL)

Ähnlich ging es dem deutschen Spieler Alican "Greatkhali" Üzüm, der für das Team Mousesports spielt. Er habe noch nie einen PC besessen. "Gespielt habe ich meistens auf dem Smartphone. Das besitzt einfach so gut wie jeder, einen PC dagegen nicht. Ich denke, das ist der Grund, dass das Spiel auch unter jungen Leuten so erfolgreich ist", sagte der junge E-Sportler im Gespräch mit Golem.de. Mit seinen 16 Jahren ist er aber nicht der jüngste Teilnehmer des Turniers, das ist sein britischer Teamkollege Benedict "Mrkcool" Ward, der gerade einmal 13 Jahre alt ist.

Viele junge Spieler

Vainglory habe eine sehr junge Spielerschaft, erklärt Q Wang. "Das ist einfach ein Generationsding. Kinder und Jugendliche spielen nicht am PC, sondern auf ihren Smartphones." Von der Zielgruppe profitierten die Entwickler sehr. "Die jungen Spieler sind sehr kreativ, was neue Taktiken angeht. Sie finden Wege, die wir als Entwickler gar nicht bedacht haben", erklärt Wang. Das sei auch der Grund dafür, warum sich das Meta noch recht schnell ändere. Die Entwickler wollen das Spiel erweitern: Neue Helden und Modifikationen an der Karte sollen es spannender machen.

Einen größeren Fokus wollen die Entwickler in Zukunft auf die E-Sport-Szene legen. Das mit 30.000 US-Dollar dotierte Finale sei für dieses Jahr erst der Anfang, weitere größere Turniere seien geplant, sagt Wang. Und ein großes Ziel hat er noch: "Olympia. Das wäre toll, wenn Vainglory in ein paar Jahren dort gespielt werden würde."



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sofries 17. Jun 2016

Ich wollte diesen Spielen auf meinem iPad eine Chance geben und die sind echt gut...

theonlyone 17. Jun 2016

Die Art "Werbung" bekommt man zuhauf, macht ja gerade Apple sehr gern, irgendwie einfach...

theonlyone 17. Jun 2016

Die hardware reicht für ein MOBA dick und fett aus. Das hat ja praktisch garkeine...

theonlyone 17. Jun 2016

Kurzsichtigkeit gab es viele die früher ganz klar eine brille gebraucht "hätten" , aber...


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