Abo
  • Services:

Vacnet: Mit Deep Learning geht Valve gegen CS-GO-Cheater vor

Vacnet soll eines der größten Probleme des Teamshooters CS:GO bekämpfen: Cheating. Das System soll Verhaltensweisen von Verdächtigen analysieren und lernt durch die Spieler-Community selbst. Das System wird bereits erfolgreich eingesetzt.

Artikel veröffentlicht am ,
Gegner durch Wände sehen zu können, ist ein gern genutzter Cheat.
Gegner durch Wände sehen zu können, ist ein gern genutzter Cheat. (Bild: Valve/Screenshot: Golem.de)

Egal ob Aimbot, Triggerbot, Spinbot, Jump-Script oder ein simpler Wallhack: Cheats im kompetitiven Ego-Shooter Counter Strike: Global Offensive sind ein konsistentes Problem. Der Entwickler Valve will seine Software Valve Anti Cheat mit Deep Learning automatisieren und dadurch schneller Cheater erkennen. Das System wird Vacnet genannt und soll das Verhalten von Spielern analysieren und Muster erkennen. Die Software soll parallel zum bisher implementierten Prüfen durch die Spielercommunity, dem Overwatch-Programm, laufen. Auf der Game Developers Conference berichtet das Unternehmen über seine Pläne, wie das Onlinemagazin Pcgamer schreibt.

Stellenmarkt
  1. soft-nrg Development GmbH', Dornach
  2. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg

Der Ansatz, den Vacnet verfolgt, soll dem eines beobachtenden Spielers entsprechen. Der Algorithmus analysiert, wie sich ein verdächtiger Spieler bewegt, wie er um Ecken geht und verschiedene Positionen anvisiert. Gerade Wallhacker werden oft durch inkonsistentes gehetztes Vorgehen und dem Abscannen von Wänden enttarnt, was ein fair spielendes Teammitglied nicht machen würde. Dieses Verhalten kann das herkömmliche VAC-System nicht analysieren. Es kann nur Dateien auf dem Computer durchsuchen. Die Erfolgsquote ist dementsprechend gering, da kleinste Änderungen am Cheat-Code bereits ein Heuristik-Update seitens Valve erfordern.

Vacnet nutzt 3.456 Prozessorkerne und 8,1 TByte Arbeitsspeicher, um eine Gruppe von 140 als Cheater verdächtigte Spieler gleichzeitig zu analysieren. Vacnet analysiert wie Overwatch-Nutzer Match-Ausschnitte von acht Runden. Verdächtige werden zuvor von Matchteilnehmern mit einer Reporting-Funktion als Cheater markiert.

Hohe Erfolgsquote zum Start

Die Erfolgsquote, die Vacnet laut Valve bisher vermeldet, ist vergleichsweise hoch: 80 bis 95 Prozent aller analysierten Spieler werden als Cheater ausgemacht. Menschliche Overwatch-Ermittler allein verurteilen nur 15 bis 30 Prozent aller eingegangenen Verdächtigen als Cheater. Aus den Entscheidungen von Overwatch lernt der Deep-Learning-Algorithmus und wird dadurch noch genauer. Zu beachten ist, dass Vacnet bisher selbst seine Urteile zunächst an menschliche Spieler als Overwatch-Fälle weitergibt, die dann die finale Entscheidung treffen.

Allerdings könnte Valve das System in Zukunft komplett autonom laufen lassen, sobald es eine gute Genauigkeit besitzt. Um alle Spieler eines Matches zu analysieren, benötigt Vacnet etwa vier Minuten Rechenzeit. Täglich werden 600.000 5-gegen-5-Matches abgehalten, so dass etwa 1.700 CPU-Kerne notwendig sind, um diese Datenmenge zu analysieren. Die Liveschaltung des Systems Anfang März habe auf jeden Fall schon für große Erfolge gesorgt, sagt Valve. Viele Cheater seien gebannt worden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-80%) 6,99€
  2. 31,49€
  3. (-70%) 8,99€
  4. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie

Eisboer 28. Mär 2018

Ich wünsch dir ein weiterhin problemfreies Leben, auf das du weiterhin ganz vielen...

Jodn 28. Mär 2018

beim nächsten Steam Sale, bei dem CS:GO für 1,79 ¤ angeboten wird, geht die Hexenjagd...

Hotohori 27. Mär 2018

Da wird dir ein Cheater aber kaum zustimmen, die fühlen sich ja wie die Größten...

Hotohori 27. Mär 2018

Dachte mir schon vor Monaten, dass Deep Learning für solche Einsatzzwecke doch perfekt...

Eisboer 27. Mär 2018

Durch Holz und Blech ist es zum Teil, aber mit wesentlich geringerem Schaden, möglich...


Folgen Sie uns
       


Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1)

Michael zeigt alle Jahreszeiten und Spielmodi in Forza Horizon 4.

Forza Horizon 4 - Golem.de Live (Teil 1) Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


    Life is Strange 2 im Test: Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller
    Life is Strange 2 im Test
    Interaktiver Road-Movie-Mystery-Thriller

    Keine heile Teenagerwelt mit Partys und Liebeskummer: Allein in den USA der Trump-Ära müssen zwei Brüder mit mexikanischen Wurzeln in Life is Strange 2 nach einem mysteriösen Unfall überleben. Das Adventure ist bewegend und spannend - trotz eines grundsätzlichen Problems.
    Von Peter Steinlechner

    1. Adventure Leisure Suit Larry landet im 21. Jahrhundert

      •  /