Abo
  • IT-Karriere:

VAAPI: Fedora und Ubuntu bauen Videobeschleunigung für Chromium

Google möchte die Hardwarebeschleunigung für Videos in Chrome unter Linux nicht unterstützen. Die Linux-Distributionen Fedora und Ubuntu pflegen die Patches nun einfach selbst und liefern Chromium-Builds damit aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Entwickler der Linux-Distribution Fedora und Ubuntu sind anderer Meinung als die Chrome-Entwickler.
Die Entwickler der Linux-Distribution Fedora und Ubuntu sind anderer Meinung als die Chrome-Entwickler. (Bild: Murray Foubister/Flickr.com/CC-BY-SA 2.0)

Das Desktop-Team der Linux-Distributionen Ubuntu bietet nun spezielle Snap-Builds des Chromium-Browsers an, die standardmäßig die Hardwarebeschleunigung für Videos über das VAAPI abwickeln. Das schreiben die zuständigen Entwickler etwas versteckt in einer längeren Liste zur ihren Arbeiten an der grafischen Oberfläche von Ubuntu. Der Patch zur Verwendung des VAAPI, was schlicht für Video Acceleration API steht, stammt wiederum aus der Linux-Distribution Fedora.

Stellenmarkt
  1. FREICON GmbH & Co. KG, Freiburg
  2. IP Dynamics GmbH, Hannover, Stuttgart

Erst vor rund zwei Wochen hat das Team von Fedora bekanntgegeben, ebenfalls die Videobeschleunigung über das VAAPI in Chromium anbieten zu wollen. Dort sei zunächst mit dem im Chromium-Projekt vorgeschlagenen Patch für diese Funktion experimentiert worden. Allerdings funktionierte diese Änderung dann nicht wie gewünscht, darüber hinaus haben die Betreuer des Chromium-Codes von Google im vergangenen Herbst zum wiederholten Mal angekündigt, die Hardwarebeschleunigung nicht selbst umsetzen zu wollen.

Das Google Team verweist als Begründung für seine Entscheidung explizit auf die aus Sicht der Entwickler schlechte Qualität der Treiber unter Linux. So habe das Team immer wieder erfahren müssen, dass die GPU-Beschleunigung zu hohe Wartungskosten verursacht. Das wiederum liege an den vielen verschiedenen Hardwarekonfigurationen oder den vielen neu eingehenden Fehlerberichten bei der Veröffentlichung neuer Versionen von Hardware, Treibern oder Distributionen.

Das Fedora-Team hat die Arbeit zur Pflege nun also selbst übernommen und die Patches angepasst beziehungsweise neu geschrieben und liefert diese aus. Das Ubuntu-Team folgt dieser Entscheidung nun und bietet die Chromium-Builds mit aktiviertem VAAPI zunächst in dem Snap-Paketformat an. Sollten die Tests damit erfolgreich verlaufen, ist es wahrscheinlich, dass die Videobeschleunigung künftig standardmäßig in Ubuntu angeboten wird.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 3,25€
  2. 59,99€ für PC/69,99€ für PS4, Xbox (Release am 4. Oktober)
  3. (-78%) 1,11€
  4. 2,22€

janoP 01. Feb 2019

Seit Quantum ein echt guter Chromium-Ersatz, fühlt sich moderner und schneller an (was...

Tet 22. Jan 2019

Gerade für leisungsschwächere PCs ist das ein enormer Gewinn.


Folgen Sie uns
       


iPad Mini (2019) - Fazit

Nach vier Jahren hat Apple ein neues iPad Mini vorgestellt. Das neue Modell hat wieder einen 7,9 Zoll großen Bildschirm und unterstützt dieses Mal auch den Apple Pencil.

iPad Mini (2019) - Fazit Video aufrufen
Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Insiderprogramm Microsoft bietet Vorversionen von Edge für den Mac an
  2. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  3. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge

Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
Lightyear One
Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
Von Wolfgang Kempkens

  1. Elektroautos e.GO Mobile liefert erste Fahrzeuge aus
  2. Volkswagen Über 10.000 Vorreservierungen für den ID.3 in 24 Stunden
  3. Zellproduktion EU macht Druck auf Altmaier wegen Batteriezellenfabrik

Bundestagsanhörung: Beim NetzDG drohen erste Bußgelder
Bundestagsanhörung
Beim NetzDG drohen erste Bußgelder

Aufgrund des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes laufen mittlerweile über 70 Verfahren gegen Betreiber sozialer Netzwerke. Das erklärte der zuständige Behördenchef bei einer Anhörung im Bundestag. Die Regeln gegen Hass und Hetze auf Facebook & Co. entzweien nach wie vor die Expertenwelt.
Ein Bericht von Justus Staufburg

  1. NetzDG Grüne halten Löschberichte für "trügerisch unspektakulär"
  2. NetzDG Justizministerium sieht Gesetz gegen Hass im Netz als Erfolg
  3. Virtuelles Hausrecht Facebook muss beim Löschen Meinungsfreiheit beachten

    •  /