VA-API: Firefox bringt Linux-Hardwarebeschleunigung auch für X11

Aktuelle Versionen des Firefox-Browsers für Linux unterstützen die Nutzung der Hardwarebeschleunigung zur Videowiedergabe . Die Linux-Distribution Fedora hat die dazu notwendige Technik sogar direkt in ihrem Firefox-Paket umgesetzt und ausgeliefert. Bisher konnte dies jedoch nur mit Wayland benutzt werden, was sich nun ändert. So sollte die Nutzung der hardwarebeschleunigten Videowiedergabe künftig auch unter X11 mit Firefox funktionieren(öffnet im neuen Fenster) .
Die Hardwarebeschleunigung unter Linux durch Browser war in den vergangenen Jahren schlecht oder überhaupt nicht vorhanden. So haben die Entwickler des Chrome-Browsers diese Funktion zwar umgesetzt, pflegen aber eine große Liste diverser Ausnahmen. In Firefox war die Technik bis vor wenigen Monaten gar nicht nutzbar. Geändert hatte das vor allem der für Technik hauptverantwortliche Entwickler und Red-Hat-Angestellte Martin Stránský.
Bisher fehlten dem Firefox-Hersteller Mozilla schlicht Ressourcen dafür, die vielen Treiberfehler unter Linux einzeln zu beheben, er hatte die Technik deswegen schlicht deaktiviert. Auch Stránský hatte sich auf Grund mangelnder Ressourcen zunächst nur um die Implementierung der Hardwarebeschleunigung mit der neuen Displaytechnik Wayland gekümmert, da dies technisch etwas einfacher umzusetzen war. Nun folgt also auch die Unterstützung für das ältere Grafiksystem X11.
Die grundlegenden Arbeiten dazu basieren auf einer neuen Laufzeitumgebung(öffnet im neuen Fenster) , die wiederum die EGL-Grafikschnittstelle verwendet, die bereits bei Wayland zum Einsatz kommt. Für die Hardwarebeschleunigung in Firefox ebenfalls genutzt werden muss der neue Webrender, der unter Linux noch nicht standardmäßig zum Einsatz kommt. Um die neue Funktion zu testen, muss Firefox mit der Umgebungsvariablen MOZ_X11_EGL gestartet werden, der Webrender muss aktiv sein und die Nutzung des VA-API in about:config aktiviert werden.