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V50 Thinq Dual Screen im Hands on: LG zeigt Smartphone mit andockbarem Zusatzdisplay

Zwar faltbar, aber kein Klappsmartphone. LG hat das V50 Thinq vorgestellt und passend dazu ein zweites Display, das zusammen mit dem 5G-Smartphone verwendet werden kann.

Ein Hands on von veröffentlicht am
LG V50 Thinq mit Dual-Screen-Hülle
LG V50 Thinq mit Dual-Screen-Hülle (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Für sich genommen ist das V50 Thinq für deutsche Kunden nur bedingt spektakulär. Es ist ein 5G-fähiges Smartphone mit Oberklassetechnik, das LG auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona vorgestellt hat. Das Besondere ist ein Zubehörteil namens Dual Screen. Dabei handelt es sich im Grunde um eine Smartphonehülle mit einem eingebauten Display. Das Zubehör gibt es speziell für dieses eine LG-Smartphone.

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Das V50 Thinq wird in die Hülle reingedrückt, über Kontakte auf der Rückseite wird eine technische Verbindung zum zweiten Bildschirm aufgebaut. Der OLED-Touchscreen im Smartphone hat eine Größe von 6,4 Zoll bei einer Auflösung von 3.120 x 1.440 Pixeln. Der Dual Screen ist ebenfalls ein OLED-Bildschirm, aber kleiner und mit einer geringeren Auflösung. Bei einer Diagonalen von 6,2 Zoll gibt es eine Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln.

Wenn wir das Smartphone mit Dual Screen in der Hand halten, fallen die Unterschiede bei Größe und Auflösung der Displays aber erstmal nicht auf, sondern erst bei genauerer Betrachtung. So ergibt sich eher das Gefühl, wir haben es mit zwei gleich großen Displays zu tun. Der zweite Bildschirm wird über den Akku des Smartphones versorgt, so dass bei aktiver Nutzung der beiden Displays sogar der 4.000-mAh-Akku bald erschöpft sein dürfte.

Zwischen den beiden Displays ist ein Zwischenraum, es ist nicht vorgesehen, beide zu einem Bildschirm zu verbinden. Die gesamte Konstruktion kann zusammengeklappt werden - dann liegen beide Displays aufeinander. Zum Ansehen von Statusmeldungen oder Ähnlichem muss die Konstruktion immer geöffnet werden - es gibt kein Außendisplay oder Ähnliches.

Wenn sich das V50 Thinq in der Dual-Screen-Hülle befindet, wird das zweite Display nicht automatisch aktiviert. Wir müssen den zweiten Bildschirm erst über einen kleinen Bedienungsknopf auf dem Smartphone-Display aktivieren. Das finden wir unpraktisch; hier sollte sich das zweite Display automatisch einschalten, sobald wir die beiden Einheiten verbinden.

  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • LG V50 Thinq (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
LG V50 Thinq mit Dual Screen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wenn diese Hürde genommen ist, können wir auf dem zweiten Display etwa eine weitere App laufen lassen. Wir können also zwei Apps im Blick haben. Auf dem einen Display können wir beispielsweise ein Spiel spielen und auf dem anderen das passende Youtube-Tutorial abspielen lassen. Es wäre aber auch möglich, auf der einen Seite etwa den E-Mail-Client offen zu haben und auf dem anderen Bildschirm Webseiten anzuzeigen.

Zweitdisplay als Bildschirmtastatur

In einer Messaging-App kann eines der beiden Displays zur Tastatur werden, so dass deutlich mehr Platz zum Schreiben zur Verfügung steht und auch die betreffende App vollständig angezeigt werden kann. Dafür hält man die Konstruktion wie ein kleines Notebook in der Hand. Generell können wir beliebig die Apps zwischen den beiden Displays hin- und herschieben.

Beim Fotografieren kann das eine Display als Sucher fungieren, während auf dem anderen die fertigen Fotos erscheinen. So kann mit einem Blick sofort geschaut werden, ob die Aufnahme gelungen ist. Als weiteren Einsatzzweck sieht LG die Nutzung für Spiele: Auf dem einen Display könnten virtuelle Spiele-Controller eingeblendet werden, mit denen sich der Nutzer dann durch die entsprechenden Spiele bewegen kann, die auf dem zweiten Bildschirm erscheinen. Es dürfte aber mehr als gewöhnungsbedürftig sein, keinerlei fühlbaren Knöpfe zu haben.

LG hat derzeit keine Pläne, das 5G-fähige Smartphone V50 Thinq in Deutschland zu verkaufen. Damit wird es auch die Dual-Screen-Lösung hierzulande wohl nicht geben. LG machte noch keine Angaben dazu, zu welchem Preis das V50 Thinq zusammen mit dem Dual Screen verkauft wird.

Fazit

Wer sein Smartphone ständig im Zweifensterbetrieb nutzt, wird das V50 Thinq mit Dual Screen zu schätzen wissen. Denn dann lassen sich zwei Apps parallel auf einer deutlich größeren Fläche nutzen. Die typischen Einschränkungen bezogen auf den Platzverlust beim Mehrfensterbetrieb auf einem Smartphone sind damit vorbei.

Die Nutzung des zweiten Bildschirms als Steuerpult für Spiele erscheint erst einmal einleuchtend, bis auffällt, dass fühlbare Tasten einfach fehlen. Ob das Konzept ein Erfolg wird, hängt auch viel vom Preis ab, den LG für diese Gerätekombination verlangt. Es wäre wünschenswert, wenn die Dual-Screen-Lösung auch für andere LG-Smartphones angeboten wird - dann könnte die Dual-Screen-Technik vielleicht auch in Deutschland erscheinen.



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Kaleidosc0pe 26. Feb 2019

Sehr schöner Post von dir. Absolut richtig und ohne Flame. Auch ich schätzte diesen...

Paule 26. Feb 2019

Im Display-Dock ist kein eigener zusätzlicher Akku drin? Aber Zielgruppe sind Spieler...

Micha_T 26. Feb 2019

"Es dürfte aber mehr als gewöhnungsbedürftig sein, keinerlei fühlbaren Knöpfe zu...


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