V2G: Beherrschen Teslas Elektroautos bidirektionales Laden?

Elon Musk ist offiziell dagegen, weil dadurch der Akku der Elektroautos zu stark abbauen könnte.

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Tesla Model 3 beim Laden: Drei-Phasen-Design für den weltweiten Einsatz
Tesla Model 3 beim Laden: Drei-Phasen-Design für den weltweiten Einsatz (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Elektroautos von Tesla als Stromlieferant für das Netz: Das Model 3 sowie das Model Y des US-Herstellers sollen so ausgestattet sein, dass die Fahrzeuge nicht nur ihren Akku mit Strom aus dem Netz laden, sondern auch ihrerseits Strom ins Netz einspeisen können. Tesla sieht das Anschließen des Elektroautos an das Stromnetz (Vehicle to Grid, V2G) eher skeptisch.

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Dennoch seien beide Fahrzuge mit den nötigen Einrichtungen für bidirektionales Laden ausgestattet, berichtet das auf Elektromobilität spezialisierte US-Onlinenachrichtenangebot Electrek. Das habe ein Techniker der General-Motors-Tochter Cruise Automation beim Zerlegen eines Model 3 festgestellt.

"Ich habe beim Reverse Engineering des Ladesystems des Model 3 herausgefunden, dass das Design vollständig bidirektional ist", sagte er Electrek. Das bedeute, dass Strom von Wechselstrom (Alternating Current, AC) in Gleichstrom (Direct Current, DC) gewandelt werden könne, um den Akku zu laden, aber auch in umgekehrter Richtung von Gleich- auf Wechselstrom. "Dies wird als DC/AC-Wechselrichter bezeichnet, und wenn diese Technologie in einem Fahrzeug vorhanden ist, wird sie als V2G (Vehicle to Grid) bezeichnet."

Er habe die Schaltungen für das bidirektionale Laden auf der Leiterplatte des Ladegeräts gleich drei Mal gefunden, sagte er weiter. Das sei redundant, so dass der Prozess auch sichergestellt sei, wenn eine der Schaltungen ausfalle. "Außerdem handelt es sich um ein Drei-Phasen-Design, so dass es weltweit eingesetzt werden kann." Der Cruise Mitarbeiter vermutet, dass die Funktion über eine der bei Tesla üblichen Updates der Fahrzeug-Software aktiviert werden könne.

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Durch V2G könnten Elektroautos als Kurzzeitspeicher für das Stromnetz dienen. So könnte ein Auto geladen werden, wenn viel Windstrom zur Verfügung steht oder wenn das Netz nachts weniger ausgelastet ist. Bei Bedarf, etwa bei Flaute oder bei Lastspitzen, speist es Strom wieder zurück ins Netz. Der südkoreanische Autohersteller Nissan hat vor einiger Zeit ein V2G-Projekt in Hagen gestartet

Tesla ist jedoch zurückhaltend. Die Befürchtung ist, dass durch das bidirektionales Laden der Akku zu stark beansprucht wird und an Kapazität verliert.

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Olliar 26. Mai 2020

"Dennoch seien beide Fahrzuge mit den nötigen Einrichtungen für bidirektionales Laden...



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