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V-Max: Frankreich testet Hyperschallwaffe mit 6.100 km/h

Mit dem Jungfernflug des Hyperschall-Gleitflugzeugs V-Max hat in Frankreich diese Woche eine neue Ära der modernen Militärtechnik begonnen.
/ Michael Linden
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Französische Hyperschallwaffe (Bild: Direction générale de l’armement)
Französische Hyperschallwaffe Bild: Direction générale de l’armement

Die französische Generaldirektion für Rüstung (DGA) (Direction générale de l'armement) bestätigte nach einem Bericht des Magazins Interesting Engineering(öffnet im neuen Fenster) den erfolgreichen Testflug des Hyperschall-Gleitflugzeugs V-Max. Mit einer Höhenforschungsrakete hob V-Max om Raketentestgelände Biscarosse am Golf von Biskaya im Südwesten Frankreichs ab.

V-Max gehört nach Angaben des französischen Militärs zu einer neuen Generation von Hochgeschwindigkeitsgleitern (HGVs). Die Flugkörper können eine Geschwindigkeit von bis zu Mach 5 (6.174 km/h) erreichen: Sobald die Raketenbooster ihren Zweck erfüllt haben, werden sie abgetrennt, so dass die Gleiter den verbleibenden Schwung nutzen und mit Hyperschallgeschwindigkeit auf ihr Ziel zufliegen können.

"Ausgestattet mit zahlreichen technologischen Innovationen an Bord war dieser Flugtest eine noch nie dagewesene technische Herausforderung, die die Zukunft unserer nationalen Hochgeschwindigkeits-Roadmap vorbereitet" , erklärte die DGA.

2019 vergab die französische Regierung den Auftrag zur Entwicklung eines Gleitflugkörpers an das Raumfahrtunternehmen Arianegroup.

Die Ergänzung des französischen Arsenals ist jedoch nicht nur ein Ersatz für herkömmliche ballistische Atomraketen. Die V-Max kann auch mit konventionellen Sprengköpfen bestückt werden und soll besonders schwer abzufangen sein.

Ch-47M2 Kinschal offenbar kaum lenkbar

Im Gegensatz zu ballistischen Raketen, die beim Start eine vorgegebene Flugbahn haben, können Hyperschallgleiter mit hohen Geschwindigkeiten manövrieren und so der Luftabwehr entgehen. Im Ukrainekrieg zeigt sich, dass konventionelle Raketen von guten Luftabwehrraketen recht zuverlässig vernichtet werden können und dass Russlands Behauptung, dass es Hyberschallraketen einsetzt, nicht korrekt ist – richtige Kurskorrekturen scheinen bei der Ch-47M2 Kinschal (öffnet im neuen Fenster) nicht möglich zu sein.

Die Rakete soll angeblich Mach 10 erreichen, Ukrainische Kräfte berichteten hingegen von einer deutlich geringeren Fluggeschwindigkeit von Mach 3,6(öffnet im neuen Fenster)


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