V - Die außerirdischen Besucher kommen: Wie der Faschismus über die Welt kam
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Es ist heute kaum noch vorstellbar, aber es gab eine Zeit, in der manche US-Serien es erst mit großer Verzögerung nach Deutschland schafften. Andere tauchten gar nicht im Fernsehen auf.
Das traf auch auf "V – Die außerirdischen Besucher kommen" zu. Dafür wagte Warner Home Video mit der Serie etwas, das es in der Form zuvor noch nicht gegeben hatte: Am 26. Juni 1986 wurden die zwei Miniserien der Jahre 1983 und 1984 mit insgesamt fünf 90-minütigen Folgen auf fünf VHS-Kassetten geballt in die Videotheken gebracht. Zum Bingen – lange bevor es diesen Begriff fürs Serienschauen überhaupt gab.
Der Hype wurde angefacht – Warner Home Video schlug die Werbetrommel, Poster hingen in den Videotheken schon lange vor dem Tag X und in Magazinen wurde die Serie beworben. Als es dann so weit war, wurde V – Die außerirdischen Besucher kommen in den Videotheken zum Renner. Nicht wenige Menschen liehen sich alle fünf Kassetten für ein langes Wochenende auf einmal aus – damals ein nicht ganz billiges Vergnügen.
Dass die Miniserien zu dem Zeitpunkt schon ein paar Jahre alt waren und die Nachfolgerserie gekommen und gegangen war, wusste da kaum jemand.
Die Besucher
V – Die außerirdischen Besucher beginnt damit, dass überall auf der Welt riesige, scheibenförmige Raumschiffe auftauchen (vielleicht eine Inspiration für Roland Emmerichs Independence Day). Zuerst weiß niemand, was die Besucher wollen, dann aber geben sie sich zu erkennen und erklären, dass sie als Freunde gekommen seien.
Demnach wollen sie den Menschen ihre Technologie und ihre medizinischen Wunder bringen und im Austausch bestimmte Chemikalien haben, die es auf ihrer Welt nicht gibt.