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Das Ende und ein neuer Anfang

Das Problem dabei: Die erste Miniserie kostete 13 Millionen US-Dollar, die zweite 14 Millionen US-Dollar, die 19 Folgen der wöchentlichen Serie wurden deutlich günstiger produziert. Und das ist auch für die Zuschauer erkennbar, denn das gefilmte Material wirkt nicht nur schludriger, auch bei den Effekten gab es deutliche Einbußen.

Sahen die Miniserien noch aus wie Kino, wirkte die wöchentliche Serie, die von Warner als "V – Die außerirdischen Besucher kommen zurück" im Jahr 1987 in die Videotheken gebracht wurde, wie die Sparversion. Sie war nicht nur technisch und inszenatorisch, sondern auch inhaltlich so schlecht, dass der Erfolg verspielt wurde. Was NBC sich als langjährige Serie vorstellte, ging nach nur einer Staffel sang- und klanglos unter.

Hätte der Sender weiter auf Miniserien gesetzt, hätte das ganz anders aussehen können.

Die Wiederbelebung

J. Michael Straczynski, der Schöpfer von Babylon 5, schrieb zwar ein Drehbuch für eine Fortsetzung von V, dieses wurde aber nie umgesetzt. Kenneth Johnson schrieb dann mit dem Roman V: The Second Generation die Fortsetzung, die er schon 1984 haben wollte.

Bei seinem Roman ignoriert er die Ereignisse der zweiten Miniserie und der wöchentlichen Serie. Über Jahre wurde weiter an einer Neuauflage gearbeitet. Später schrieb Johnson auch noch ein Hörspiel, das für die britische Firma Big Finish produziert wurde. Dieses erzählt parallel zur ersten Miniserie, wie der Widerstand gegen die Besucher im Vereinigten Königreich aussieht.

2009 nahm die Neuauflage, kurz V betitelt, Gestalt an. Scott Peters hatte die Grundsituation der alten Serie genommen und eine neue Version ersonnen, mit der er keinen Kommentar auf den Faschismus abgeben, sondern die Terror-Jahre der Nullerjahre kommentieren wollte. Damit gibt sich V so allegorisch wie das Original, wirkt dabei aber auch enorm modern.

Der US-amerikanische Sender ABC gab den Auftrag für die Serie, die aber fast von Anfang an ernste Probleme hatte. Denn nach vier Folgen wurde Scott Peters entlassen. Es folgte eine lange Pause, die das Momentum der Serie praktisch absterben ließ. Unter neuer Führung ging es schließlich weiter, was bedeutete, dass sich die Serie kurz nach ihrem Beginn erneut finden musste.

All das waren keine guten Vorzeichen für V. Denn während sie mit den ersten Folgen tolle Quoten einfuhr, war das Interesse nach der langen Pause in der ersten Staffel doch sehr verhalten. Eine zweite Staffel wurde noch produziert, endete aber mit einem Cliffhanger, der nie aufgelöst wurde. Fans des Originals durften sich zudem über ein Wiedersehen mit Marc Singer freuen, wenn auch in einer neuen Rolle.

Eine neue Filmtrilogie in der Zukunft?

Die beiden Miniserien gehören immer noch zum Besten, was die Science-Fiction der Achtzigerjahre hervorbrachte. Warner veröffentlichte sie vor Jahren auf DVD, dann auch im richtigen Bildformat von 1,85:1, während die Erstausstrahlungen im Fernsehen – in Deutschland startete sie übrigens 1988 bei Sat.1 – im Vollbildformat waren. Das richtige Bildformat unterstreicht, dass die Serie durchaus Kino-Flair hatte.

Dorthin möchte Johnson sie auch zurückbringen. Noch ist nichts spruchreif, aber er gab bekannt, dass es Gespräche mit Investoren gebe, um eine neue Filmtrilogie(öffnet im neuen Fenster) zu produzieren.

Der erste Teil soll dabei auf der ersten Miniserie basieren, der zweite Johnsons Roman adaptieren, für den dritten ist noch unklar, in welche Richtung es geht.

Ein solches Konzept fiel schon einmal durch, als Johnson die Finanziers absprangen. Es ist also gut möglich, dass es keinen Neustart durch ihn geben wird. Irgendwann wird V aber wahrscheinlich zurückkehren, in der einen oder anderen Form. Denn die Geschichte darüber, wie die USA dem Faschismus verfielen, ist aktueller als je zuvor.


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