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Zu Beginn hat sie die ITler nicht verstanden

Sie erarbeitet anschließend, wie sich die Anforderungen konkret in der Bedienungsoberfläche der App oder Webseite niederschlagen könnten. Dann beginnt die nächste Schleife, in der sie neues Feedback einholt. "Es ist deshalb wichtig, kommunikativ zu sein. Das macht einen Großteil meiner Arbeit aus", so die 34-Jährige.

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Viele UX-Designer, die sie kennt, sind Menschen, die gerne den Mund aufmachen. Eine Voraussetzung sei das aber nicht. "Ich selbst war früher total schüchtern. Mein Job hat mir geholfen, das abzulegen." Mit Entwicklern spricht sie vor allem darüber, was technisch möglich und in angemessener Zeit umsetzbar ist.

Als sie als UX-Designerin angefangen hat, hat sie wenig von dem verstanden, was ITler ihr sagen wollten, erinnert sie sich. Doch mit der Zeit seien beide Seiten in der Kommunikation aufeinander zugegangen. "Inzwischen habe ich auch selbst einen ganz guten Überblick, was machbar ist", sagt sie.

Der Austausch hilft auch, technologisch auf dem neuesten Stand zu bleiben. Immerhin verändert sich schnell, was in Anwendungen möglich ist. UX-Designer sollten zum Beispiel einschätzen können, ob eine VR-Anwendung für ein Spiel infrage kommt.

"Das meiste bekomme ich von unseren Entwicklern mit", sagt Siekmann. Zusätzlich bildet sie sich etwa in Webinaren weiter, besucht After-Work-Events sowie Vorträge von Kollegen und liest regelmäßig Blogs. "Diese Neugier und sich auch in kleine Details reinzufuchsen gehört für mich zum Job einfach dazu."

Der Kontakt mit den Entwicklern ist wesentlich, auch wenn die Zusammenarbeit nicht immer reibungslos verläuft - wie auch Stefanie Kegel immer wieder bemerkt.

Sie ist ebenfalls UX-Designerin, arbeitet allerdings selbstständig mit einer Kollegin zusammen in ihrem eignen Design-Studio. Manchmal bekomme sie leider nicht die Möglichkeit, sich von Anfang an mit den Entwicklern ihrer Kunden auszutauschen. "Dadurch entstehen oft Probleme", weiß sie aus ihrer Erfahrung.

Oft kollidieren ihre Vorschläge in solchen Situationen mit dem, was technisch, personell oder finanziell machbar ist. "Ich habe den Eindruck, dass Entwickler in vielen Organisationen unter enormem Zeitdruck arbeiten", sagt Kegel. Das passe nicht immer mit der Gestaltung möglichst guter Nutzererlebnisse zusammen.

UX-Designer brauchen besonders gute Argumente

Einmal stand sie vor folgendem Problem: Wenn ein Nutzer in einem Web-Anmeldeformular eine Zeile vergaß, tauchte die entsprechende Fehlermeldung für den Nutzer nicht sichtbar oben auf einer Webseite auf. "Ein ganz klarer Fall von einem schlechten Nutzererlebnis", sagt Kegel.

Entwickler meldeten ihr aber zurück, es sei deutlich mehr Arbeit, die Error-Meldung direkt ans Feld anzubinden, auf das der Nutzer als letztes geklickt hat. "Dann muss ich gut begründen, warum sich der Mehraufwand lohnt."

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Clown 12. Aug 2020 / Themenstart

Als jemand, der hauptsächlich im Frontend unterwegs ist: Es geht weniger um den...

chromax 12. Aug 2020 / Themenstart

Ich fürchte das es immer kostenlose Quellen geben wird die sich mit allen Mitteln...

Kein Kostverächter 11. Aug 2020 / Themenstart

Und, wo ist das ein Nachteil für die User Experience? Diese Regelung sorgt dafür, dass...

h1j4ck3r 11. Aug 2020 / Themenstart

Sinnvolle Änderungen sind ja gut. Aber wie oft klicke ich gerade in Officeprodukten dann...

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