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Utah Data Center: Spannungsspitzen bringen NSA-Technik zum Schmelzen

Die NSA hat die Stromversorgung ihres neuen Datencenters in Utah offenbar nicht im Griff. Durch regelmäßige Überschläge sollen große Schäden an Geräten entstanden sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Utah Data Center
Utah Data Center (Bild: NSA/Reuters)

Der US-Militärgeheimdienst NSA hat bei der Inbetriebnahme seines neuen Datenzentrums in Utah offenbar mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Wie das Wall Street Journal berichtet, soll es in den vergangenen 13 Monaten regelmäßig Vorfälle gegeben haben, bei denen durch Überspannungen in der Stromversorgung Geräte zerstört wurden. Dadurch habe sich die Eröffnung des gigantischen Datenspeichers um ein Jahr verzögert. Einer Expertengruppe der US-Armee zufolge hat der Auftragnehmer die Probleme immer noch nicht gelöst. Die Zeitung beruft sich auf Projektunterlagen sowie Gespräche mit früheren und jetzigen Mitarbeitern.

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In den vergangenen 13 Monaten kam es im Utah Data Center demnach zu zehn elektrischen Überschlägen, bei denen durch Lichtbögen Schäden von jeweils 100.000 Dollar entstanden. Es habe Explosionen gegeben und Metall sei geschmolzen. Die Ursache für die Überspannungen sind dem Bericht zufolge nicht eindeutig geklärt, obwohl sich die NSA anderslautend äußere. Chefkonstrukteur Norbert Suter sagte demnach, Armeetechniker hätten die Ursachen der elektrischen Probleme ermittelt, die nun von dem Auftragnehmer behoben würden.

Einer anderen Einschätzung der Regierung zufolge reichten die Reparaturvorschläge des Auftragnehmers jedoch nicht aus. Acht der Vorfälle seien noch nicht abschließend geklärt. Zuletzt sollen die Auftragnehmer berichtet haben, dass die "Grundursache" der elektrischen Probleme entdeckt worden sei. Sie wollen sie dadurch beheben, dass die Spannungsversorgung im Fehlerfalle von den Verbrauchern getrennt wird. Die Armeetechniker hielten die Erklärungen jedoch für nicht begründet. Es sei nicht sichergestellt, dass sich die Fehler in Zukunft nicht wiederholten.

Energiebedarf einer Großstadt

Das Datencenter soll einen permanenten Leistungsbedarf von 65 Megawatt haben, was einem jährlichen Energiebedarf von 569 Gigawattstunden und damit dem elektrischen Verbrauch von 142.000 deutschen Durchschnittshaushalten (à 4.000 Kilowattstunden) entspricht. Die Stromrechnung soll eine Million Dollar im Monat betragen. Zum Vergleich: Die Rechenzentren von Google hatten 2011 einen Leistungsbedarf von 260 Megawatt. Experten zufolge soll die Kapazität der NSA-Anlage diejenige des größten Google-Datenzentrums jedoch übertreffen. Sie könnte möglicherweise Millionen oder Milliarden Terabyte an Daten speichern.

Seit Beginn der Enthüllungen durch Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden steht die NSA wegen der exzessiven Internetüberwachung in der Kritik. Eine Schlüsselrolle beim Speichern der riesigen Datenmengen soll das neue Datencenter in Utah spielen. Einem Medienbericht zufolge ist es kürzlich bereits in Betrieb gegangen. Die technischen Probleme sollen auch dadurch begründet sein, dass beim Bau aufs Tempo gedrückt wurde und die vorgeschriebenen Qualitätskontrollen umgangen wurden.

Für weitere Hintergründe zur NSA-Affäre aktualisiert Golem.de fortlaufend diese beiden Artikel:

Chronologie der Enthüllungen

Glossar zur NSA-Affäre



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Anonymer Nutzer 09. Okt 2013

Das bezweifel ich doch stark. Die wissen ganz genau nach ihrer ganzen genossenen Bildung...

Mapfre 09. Okt 2013

"Großstädte sind nach einer Begriffsbestimmung der Internationalen Statistikkonferenz von...

Bouncy 09. Okt 2013

Was für eine vollkommen nutzlose, ahnungslose und niveaulose Aussage. Dem Redakteur ist...

Silverroth 09. Okt 2013

Vielleicht sollte man die da mal darauf hinweisen, dann erledigt sich das "Problem" NSA...

Destroyer2442 09. Okt 2013

Warum so kompliziert? Die Chinesen müssen doch nur bei der Produktion von deren Hardware...


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