User Agent: Nach Windows 6.2 kommt Windows 10.0

Auf seinen Entwicklerseiten hat Microsoft bestätigt(öffnet im neuen Fenster) , was schon länger als Gerücht bekannt war: Windows 10 wird seine interne Versionsnummer bis zum Erscheinen der fertigen Ausgabe auf 10.0 ändern. Diesen Wert gibt das Betriebssystem aus, wenn eine Anwendung den User Agent abfragt. Bisher wurde dieser seit dem ersten Windows NT 3.1 relativ logisch durchnummeriert, mit Windows 10 erfolgt nun ein größerer Sprung.
So meldet sich Windows 8.1 noch als Version 6.3, und bisherige öffentliche Builds von Windows 10 gaben sich als Version 6.4 zu erkennen. Abseits von Builds und Service Packs ist der User Agent - den es ähnlich auch für Browser gibt - eine Methode, damit eine Anwendung erkennen kann, welche Hauptversion von Windows sie vor sich hat. Das kann der Anwender über die Kommandozeile auch durch den Befehl "winver" überprüfen.
Bereits mit Windows 7 führte Microsoft jedoch einen neuen Mechanismus ein, das Application Manifest, wie Ars Technica beschreibt(öffnet im neuen Fenster) . Nur Programme, die selbst ein solches Manifest mitbringen, bekommen seitdem die neuen Funktionen eines Windows zu sehen, alle anderen gehen von Version 6.0 und damit Windows Vista aus - das dürfte auch der Grund sein, warum Vista anfangs mit Kompatibilitätsproblemen kämpfte, denn der User Agent hatte sich erstmals seit Windows XP (5.1) geändert.
Mit Windows 8.1 wurde das erweitert, Anwendungen ohne Manifest bekommen nicht den User Agent 6.3 für Windows 8.1, sondern 6.2 für Windows 8.0 zu sehen. Das bleibt offenbar nun auch bei Windows 10 so, so dass alle Programme, die unter 8.0 laufen, auch unter Windows 10 funktionieren sollten.