USB und Glasfaser: Polymerkabel sind doppelt so schnell wie Thunderbolt 4

Forscher entwickeln ein Kabel auf Polymerbasis. Es soll die Geschwindigkeit von Glasfaser mit der Einfachheit von Kupferkabeln verbinden.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Polymerkabel soll mit Kupferkabeln konkurrieren. (Symbolbild)
Das Polymerkabel soll mit Kupferkabeln konkurrieren. (Symbolbild) (Bild: Pixabay.com/Pixabay License)

USB-Standards wie Thunderbolt 4 setzen auf Kupferkabel, die etwa 40 GBit/s an Daten übertragen können. Eine Alternative sind Lichtwellenleiter, die mittels Glasfaser und Photonen auch 100 GBit/s und mehr übertragen können. Ein Forscherteam am Massachusetts Institute of Technology entwickelt derzeit eine weitere Alternative. Ein Polymerkabel soll 105 GBit/s übertragen und dabei auch länger als nur wenige Meter lang sein können.

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) Bildverarbeitung
    CLK GmbH, verschiedene Standorte
  2. Junior Consultant Business Prozesse SAP SD/Cax (m/w/d)
    Lidl Digital, Neckarsulm
Detailsuche

Dabei werden spezielle Kunststoffpolymerfasern mit Durchmessern von 0,4 x 0,25 mm parallel in einem Kabel verwendet. "Es ist sehr dünn, wie ein Haar", sagt Ruonan Han, Wissenschaftler bei Infineon und einer der Co-Autoren des Projekts. Sein Partner ist Georgios Dogiamis, der bei Intel angestellt ist.

Speziell für das Projekt entwickelte Transceiver-Chips sollen über drei parallele Kanäle des Polymerkabels elektromagnetische Signale im Sub-Terahertz-Bereich übertragen und empfangen können. Ein Vorteil gegenüber Kupfer: die mehr als doppelt so hohe Datenrate und ein niedrigerer Energiebedarf über lange Strecken. Das ist zumindest die Behauptung des Forscherteams.

teure Signalwandler fallen weg

Gegenüber Glasfaser sind andere Vorteile festzumachen. So benötigen LWL-Leitungen spezialisierte und teurere Signalwandler auf jeder Seite der Verbindung, um die Lichtsignale in elektrische Signale umzuwandeln und umgekehrt. Das sei beim Polymerkabel durch die eigenen kostengünstigeren Chips nicht der Fall.

Golem Karrierewelt
  1. C++ Programmierung Grundlagen (keine Vorkenntnisse benötigt): virtueller Drei-Tage-Workshop
    16.-18.01.2023, virtuell
  2. Adobe Photoshop Aufbaukurs: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    15./16.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

In Zukunft wollen Han und Dogiamis ihre Technik noch weiterentwickeln. So sei es etwa möglich, mehrere Kabel zu einem Medium zu bündeln. "Dann würden die Daten die Messwerte sprengen", sagt Han. "Sie könnten bei einem Terabit pro Sekunde liegen und noch immer wenig kosten."

Anwendungsszenarien sieht das Team zunächst im Backbone-Bereich. Polymerkabel könnten Glasfaserkabel im Langstreckenbereich ersetzen oder Servercluster im Rechenzentrum miteinander verbinden. Auch könne man sich die Technik in Fahrzeugen oder Weltraumtechnik vorstellen - in ferner Zukunft eventuell auch im Heimcomputerbereich.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Trollversteher 11. Mär 2021

Welche "Chips"? Hier geht es in erster Linie um die Überträger (also Kabel) - und die...

deepweather 11. Mär 2021

Ist in den anderen ganz Threads gut erklärt!

FreiGeistler 10. Mär 2021

Für Mikrowellen müssten die Kabel aber aus Alluminium sein. ;-) Und die Dämpfung wäre...

Sharra 10. Mär 2021

Deine Idee ist also, dass man immer auf den nächsten, noch in der Entwicklung...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Jahressteuergesetz
Homeoffice-Pauschale wird noch einmal erhöht

Wer im Homeoffice arbeitet, kann mehr von der Steuer absetzen als bislang geplant. Der Maximalbetrag steigt an.

Jahressteuergesetz: Homeoffice-Pauschale wird noch einmal erhöht
Artikel
  1. AVM Fritzbox: FritzOS 7.50 ist da
    AVM Fritzbox
    FritzOS 7.50 ist da

    Das neue Betriebssystem für Fritzboxen bringt viele Neuerungen beim Smart Home, führt Wireguard per QR-Code ein und verbessert IP-Sperren.

  2. Samsung-Tablet bei Amazon um 180 Euro reduziert
     
    Samsung-Tablet bei Amazon um 180 Euro reduziert

    Auch nach dem Black Friday gibt es bei Amazon günstige Samsung-Tablets. Je nach Modell sind derzeit bis zu 180 Euro Rabatt möglich.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. IT-Projektmanager: Mehr als Excel-Schubser und Flaschenhälse
    IT-Projektmanager
    Mehr als Excel-Schubser und Flaschenhälse

    Viele IT-Teams halten ihr Projektmanagement für überflüssig. Wir zeigen drei kreative Methoden, mit denen Projektmanager wirklich relevant werden.
    Ein Ratgebertext von Jakob Rufus Klimkait und Kristin Ottlinger

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • Amazon-Geräte bis 53% günstiger, u. a. Echo Dot 5. Gen. 29,99€ • Mindstar: AMD Ryzen 7 7700X Tray 369€ • Crucial-SSDs günstiger • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn: u. a. E-Auto-Wallbox 399€ • LG OLED TV (2022) 55" 120Hz 949€ [Werbung]
    •  /