USB-Sticks und Speicherkarten: Hersteller wehren sich gegen neue "Mondtarife"

Die im Bitkom organisierten Hersteller von USB-Sticks und Speicherkarten wollen vor Gericht ziehen, um eine Erhöhung der Endgerätepreise um bis zu 30 Prozent abzuwehren. Die wird von den Verwertungsgesellschaften gefordert.

Artikel veröffentlicht am ,
USB-Sticks mit weniger Speicher könnten deutlich teurer werden.
USB-Sticks mit weniger Speicher könnten deutlich teurer werden. (Bild: Kingston)

Der IT-Branchenverband Bitkom wehrt sich gegen die Pläne der Verwertungsgesellschaften für höhere Abgaben auf USB-Sticks und Speicherkarten. Die durch die Gema vertretene Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) hatte zusammen mit der VG Wort und der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst den neuen Tarif im Bundesanzeiger veröffentlicht. Damit sollen legale Privatkopien von urheberrechtlich geschützten Inhalten abgegolten werden.

8 GByte für 6,50 statt 5 Euro

Stellenmarkt
  1. IT Security Analyst (m/w/d)
    Scheidt & Bachmann GmbH, Mönchengladbach
  2. Information Security Manager ADC Locations (m/w / diverse)
    Continental AG, Lindau
Detailsuche

Bisher betrug die Kopierabgabe 10 Cent, Bitkom-Mitglieder zahlten 8 Cent. Diese Regelung mit dem Bitkom hatte die ZPÜ Ende 2011 aufgekündigt. "Die neue Forderung der ZPÜ könnte zahlreiche USB-Sticks um bis zu 30 Prozent verteuern", sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Ein Markenartikel mit einer mittleren Speicherkapazität von 8 GByte koste derzeit rund 5 Euro. Künftig drohe eine Preissteigerung um etwa 1,50 Euro.

"Diese Mondtarife stehen in keinem Verhältnis zum Verkaufspreis. Ein fairer Interessenausgleich zwischen Verbrauchern, Rechteinhabern und Wirtschaft sieht anders aus", erklärte Rohleder. Der Bitkom wolle vor einer Schiedsstelle gerichtlich gegen die Forderung der Verwertungsgesellschaften vorgehen.

Nachtrag vom 25. Mai 2012, 14:17 Uhr

Ein Gema-Sprecher erklärte: "Der alte Tarif stammt aus dem Jahre 2007/2008. Die starke Entwicklung der Komprimierungsalgorithmen, etwa zum Speichern von Filmen, und die Erhöhung der Speicherkapazität der Medien, macht eine Anpassung der Pauschale dringen notwendig." Der Vertrag sei schon 2011 von den Verwertungsgesellschaften aufgekündigt worden. Verhandlungen mit den Anbietern seien erfolglos verlaufen.

Golem Karrierewelt
  1. Informationssicherheit in der Automobilindustrie nach VDA-ISA und TISAX® mit Zertifikat: Zwei-Tage-Workshop
    19./20.07.2022, Virtuell
  2. LDAP Identitätsmanagement Fundamentals: virtueller Drei-Tage-Workshop
    18.-20.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Veröffentlichung und das anschließende Urteil durch die Schiedsstelle sei das übliche Vorgehen laut Urheberrechtsgesetz.

Laut Bitkom dauere das Gerichtsverfahren bei der Schiedsstelle häufig länger als ein Jahr. Die Unternehmen müssten aber bereits jetzt kalkulieren, was sich auf die Preise auswirken werde.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


ilan20 08. Aug 2012

Bis zum 30.06 waren es bei USB-Stick 0,10 Euro pro Stück. Ab dem 01.07.2012 betragen die...

MarcRitter 31. Mai 2012

Ich weiß, die Antwort kommt spät, aber leider bringt es Dir nichts, wenn Du Musik machst...

SSD 29. Mai 2012

Und jetzt bitte der Bezug zu meinem Post. Wenn du keine Zeit hast, dann solltest du dir...

madMatt 29. Mai 2012

"Die starke Entwicklung der Komprimierungsalgorithmen, etwa zum Speichern von Filmen, und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Optibike
E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro

Das E-Bike Optibike R22 Everest setzt mit seinen zwei Akkus auf Reichweite.

Optibike: E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro
Artikel
  1. Krypto-Kriminalität: Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin
    Krypto-Kriminalität
    Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin

    Deutsche und internationale Behörden suchen nach den Hintermännern und -frauen von Onecoin. Der Schaden durch Betrug mit der vermeintlichen Kryptowährung geht in die Milliarden.

  2. Hassrede: Bayern will soziale Netzwerke bestrafen
    Hassrede
    Bayern will soziale Netzwerke bestrafen

    Der bayrische Justizminister fordert, bei der Verbreitung von Hassrede auch die Betreiber von sozialen Medien stärker zur Verantwortung zu ziehen.

  3. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /