Abo
  • Services:

USB Power Delivery: Standard fürs Laden von Geräten über USB mit bis zu 100 Watt

Die USB-Gremien haben den neuen Standard "USB Power Delivery" verabschiedet. In fünf Stufen sollen damit Geräte bei bestehender Datenverbindung mit bis zu 100 Watt versorgt werden können. Notebooks über USB zu laden, ist ausdrücklich vorgesehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Logos für USB-PD für USB 2.0 und USB 3.0
Logos für USB-PD für USB 2.0 und USB 3.0 (Bild: Semiaccurate)

Viele Mainboards und auch Ladegeräte wie die von Apples iPads liefern schon weit mehr elektrische Leistung, als die Spezifikationen eigentlich erlauben, nun hat das USB Implementors Forum (USB-IF) zusammen mit anderen Gremien nun einen Standard für mehr Leistung beschlossen.

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Freiburg
  2. GoDaddy, Hürth

Während das USB-IF in seiner Mitteilung (PDF) nur von "bis zu 100 Watt" spricht, ist die Sache in Wirklichkeit etwas komplizierter. Semiaccurate erläutert das aus den Entwicklungsunterlagen. Demnach gibt es sechs Profile (0-5), Profil 0 ist jedoch bisher für künftige Verwendung reserviert.

Die einzelnen Profile steigern jeweils Spannung und Stromstärke, das kleinste, Profil 1, kommt mit 2 Ampere und 5 Volt auf 10 Watt - das reicht schon für das Laden der meisten portablen Geräte. Das größte Profil, Nummer 5, arbeitet mit 5 Ampere und 20 Volt, womit sich 100 Watt ergeben.

Solche Stromstärken sind über billige und dünne Kabel kaum zu übertragen, daher sieht der Power-Delivery-Standard (PD) ein neues Protokoll vor. Die Geräte müssen dafür vor dem Laden aushandeln, was sowohl sie als auch die Kabel aushalten. Ob dafür, wie bei Thunderbolt, auch Elektronik in den Kabeln nötig ist, geht aus den bisherigen Erklärungen des USB-IF noch nicht hervor.

Keine neuen Stecker, aber zertifizierte Kabel nötig

Sowohl die Geräte als auch die Kabel lassen sich in Zukunft durch neue PD-Logos erkennen, die das Symbol von USB 2.0 oder USB 3.0 (Superspeed) in einer stilisierten Batterie enthalten. Mit diesen beiden Standards - und nicht älteren wie USB 1.1 - wird PD kompatibel sein, an den Anschlüssen ändert sich nichts.

Nicht alle USB-Varianten können aber alle Profile nutzen, was vor allem an den unterschiedlich großen Kontaktflächen liegt. Über Micro-USB, das auch der EU-Standard für das Laden von Smartphones ist, sind maximal 3 Ampere spezifiziert, was mit 12 Volt immerhin noch 36 Watt ergibt.

Das USB-IF erwähnt in seiner Bekanntgabe des neuen Standards ausdrücklich nicht nur das Laden von kleinen mobilen Geräten, auch Notebooks sollen sich künftig über USB mit Strom versorgen lassen. Das kann beispielsweise durch Hubs oder auch über per USB angeschlossene Monitore erfolgen. Im Idealfall könnte ein Notebook, das an einem festen Arbeitsplatz mit einem USB-Monitor inklusive dessen Hub für Eingabegeräte versorgt wird, also nur noch ein einziges Kabel benötigen. Noch hat jedoch kein Hersteller entsprechende PD-Geräte angekündigt.

Für Entwickler findet am 2. August 2012 in der US-Hauptstadt Washington eine Konferenz zu USB Power Delivery statt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 59,90€
  2. und 50€-Steam-Guthaben erhalten

KurtSchwitters 25. Jul 2012

Die Verlustleistung dürfte in der Tat vergleichsweise hoch sein, da USB jedoch auf 5m...

blubberlutsch 25. Jul 2012

USB heisst ja auch "Umfassend systematische Bindung" und wurde von den Nazis erfunden...

Lala Satalin... 24. Jul 2012

Nö. Es sind vier. Ich bin froh ein Notebook zu haben. Kein Kabelgewirr ohne Ende mehr...

Esquilax 24. Jul 2012

Na ja, das was es wirklich teuer machen würde, sind verbaute Chips etc. Und es müssen ja...

oregano4 24. Jul 2012

Die Kleine einphasige Schukosteckdose ist letztendlich auch eine CEE-Steckdose. Außerdem...


Folgen Sie uns
       


Pillars of Eternity 2 - Fazit

Das Entwicklerstudio Obsidian hat sich für Pillars of Eternity 2 ein unverbrauchtes Szenario gesucht. Im Fazit zeigen wir Spielszenen aus dem Baldur's-Gate-mäßigen Rollenspiel, das wirkt, als handele es in der Karibik.

Pillars of Eternity 2 - Fazit Video aufrufen
Kailh KS-Switch im Test: Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue
Kailh KS-Switch im Test
Die bessere Alternative zu Cherrys MX Blue

Der chinesische Hersteller Kailh fertigt seit fast 30 Jahren verschiedenste Arten von Schaltern, unter anderem auch Klone von Cherry-MX-Switches für Tastaturen. Der KS-Switch mit goldenem Stempel und markantem Klick ist dabei die bessere Alternative zu Cherrys eigenem MX Blue, wie unser Test zeigt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple-Patent Krümel sollen Macbook-Tastatur nicht mehr stören
  2. Tastaturen Matias bringt Alternative zum Apple Wired Keyboard
  3. Rubberdome-Tastaturen im Test Das Gummi ist nicht dein Feind

Oneplus 6 im Test: Neues Design, gleich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
Oneplus 6 im Test
Neues Design, gleich starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Das Oneplus 6 hat einen schnellen Prozessor, eine Dualkamera und ein großes Display - mit einer Einbuchtung am oberen Rand. Der Preis liegt wieder unter dem der meisten Konkurrenzgeräte. Das macht das Smartphone trotz fehlender Innovationen zu einem der aktuell interessantesten am Markt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android-Smartphone Neues Oneplus 6 kostet ab 520 Euro
  2. Oneplus 6 Oneplus verkauft sein neues Smartphone auch direkt in Berlin

Xbox Adaptive Controller ausprobiert: 19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme
Xbox Adaptive Controller ausprobiert
19 x Klinke, 1 x Controller, 0 x Probleme

Microsoft steigt in den Markt der zugänglichen Geräte ein. Der Xbox Adaptive Controller ermöglicht es Menschen mit temporärer oder dauerhafter Bewegungseinschränkung zu spielen, ohne enorm viel Geld auszugeben. Wir haben es auf dem Microsoft Campus in Redmond ausprobiert.
Von Andreas Sebayang

  1. Firmware Xbox One erhält Option für 120-Hz-Bildfrequenz
  2. AMD Freesync Xbox One erhält variable Bildraten
  3. Xbox One Streamer können Gamepad mit Spieler teilen

    •  /