USB Implementers Forum: Open-Source-Hardware bekommt keine PIDs

Die Weitergabe von USB-PIDs an kleine Hersteller oder unabhängige Entwickler, etwa von Open-Source-Hardware, ist laut USB Implementers Forum unzulässig - selbst über eine Stiftung.

Artikel veröffentlicht am ,
Das USB Implementers Forum macht es unabhängigen Entwicklern nicht einfach.
Das USB Implementers Forum macht es unabhängigen Entwicklern nicht einfach. (Bild: USB Implementers Forum)

Der US-Elektronikhersteller Arachnid Labs wollte eruieren, ob es möglich sei, über eine Stiftung eine Vendor-ID zu erwerben und die dazugehörigen Product-IDs an unabhängige Entwickler weiterzugeben. Das stieß bei dem USB Implementers Forum auf Widerstand. Selbst für Entwicklungszwecke dürften sie nicht weitergegeben werden, schrieb ein Vertreter auf Anfrage an Arachnid Labs. Dabei werden USB-Product-IDs bereits vielfach verteilt, etwa vom Chiphersteller FTDI oder dem Openmoko-Projekt.

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator (m/w/d)
    Pinion GmbH, Denkendorf
  2. Softwareentwickler (m/w/d) Bildverarbeitung / Industrie 4.0
    STEMMER IMAGING AG, Puchheim
Detailsuche

Jedes USB-Gerät benötigt eine eindeutige Identifikationsnummer, die aus einer vierstelligen Vendor-ID (VID) und einer gleich langen Product-ID (PID) bestehen. Über die VID wird der Hersteller identifiziert, die PID wird dem jeweiligen Modell zugeteilt. Eine VID wird gegen eine Gebühr von 5.000 US-Dollar an Hardwarehersteller vergeben. Die Verwaltung der VIDs hat das USB Implementers Forum übernommen. Die Verteilung der PIDs übernimmt dann der jeweilige Hersteller.

Ausnahmen erlaubt?

Dieser darf PIDs aber nicht weitergeben oder gar weiterverkaufen. So steht es im Vendor-ID-Agreement, dem ein Hersteller beim Erhalt einer VID zustimmen muss. Es gebe aber Ausnahmen, die von dem USB Implementers Forum genehmigt werden müssen, heißt es dort. Auf diese Klausel berief sich Arachnid-Labs-Chef Nick Johnson, als er dem USB Implementers Forum die Gründung einer Stiftung vorschlug.

Johnson wolle es damit nach eigenen Angaben kleinen Herstellern von Open-Source-Hardware ermöglichen, ihre Geräte zu entwickeln und in kleinerem Rahmen zu vertreiben. Die Weitergabe der PIDs sollte kostenlos sein, was den AGB des USB Implementers Forum entspricht.

Keine Ausnahmen!

Golem Karrierewelt
  1. CEH Certified Ethical Hacker v11: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    30.05.-03.06.2022, Virtuell
  2. Go für Einsteiger: virtueller Zwei-Tages-Workshop
    25./26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Antwort des USB Implementers Forum fiel geharnischter aus, als Johnson es erwartet hatte und auch in den AGB formuliert ist. "Weder VIDs noch die dazugehörigen PIDs dürfen ohne Ausnahme weiter lizenziert, übertragen oder weiterverkauft werden." Darüber hinaus müsse Johnson sofort jegliche Bemühungen einstellen, Spenden für seine Stiftung zu sammeln sowie alle Hinweise auf das USB Implementers Forum und Bezüge auf USB-PIDs und -VIDs auf seiner Webseite entfernen.

Etwas später reichte das USB Implementers Forum noch die Information nach, dass es VIDs gebe, die für Prototypen vergeben werden können. Für den Vertrieb seien sie allerdings nicht gedacht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


DarioBerlin 23. Okt 2013

Wenn ich das richtig verstehe, geht es um Entwickler und kleinere StartUp Unternehmen...

entonjackson 23. Okt 2013

Ohje... "generieren" kann doch alles bedeuten. Ist doch auch egal wie sie es machen...

schily 23. Okt 2013

1988 wurde nämlich der SBUS eingeführt, der zur Identifizierung Strings verwendet. Da...

hackfin 23. Okt 2013

Es gab mal eine Firma namens MCS (m.W. niederländisch), die eine VID vom USB-Konsortium...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Heimnetze: Die Masche mit dem Nachbarn
    Heimnetze
    Die Masche mit dem Nachbarn

    Heimnetze sind Inseln mit einer schmalen und einsamen Anbindung zum Internet. Warum eine Öffnung dieser strengen Isolation sinnvoll ist.
    Von Jochen Demmer

  2. Deutsche Bahn: 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen
    Deutsche Bahn  
    9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Nahverkehrszügen

    So einfach ist es dann noch nicht: Das 9-Euro-Ticket gilt nicht in allen Zügen, die mit einem Nahverkehrsticket genutzt werden können.

  3. Übernahme: Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um
    Übernahme
    Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um

    Die US-Regierung sieht Twitter als Wiederholungstäter bei Datenschutzverstößen und Elon Musk will sich das Geld für die Übernahme nun anders besorgen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Mindstar (u. a. Palit RTX 3050 Dual 319€, MSI MPG X570 Gaming Plus 119€ und be quiet! Shadow Rock Slim 2 29€) • Days of Play (u. a. PS5-Controller 49,99€) • Viewsonic-Monitore günstiger • Alternate (u. a. Razer Tetra 12€) • Marvel's Avengers PS4 9,99€ • Sharkoon Light² 200 21,99€ [Werbung]
    •  /