USB: Apple und Microsoft unterstützen Braille-Display-Standard
Dank eines neuen USB-HID-Standards (Human Interface Device) soll es blinden und sehschwachen Nutzern in Zukunft möglich sein, Braille-Displays leichter mit verschiedenen Endgeräten zu verwenden. Das USB Implementers Forum (USB-IF) hat den neuen Standard(öffnet im neuen Fenster) am 31. Mai 2018 vorgestellt.
Braille-Displays visualisieren Bildschirminhalte in der international verwendeten Braille-Schrift, die Buchstaben und Zahlen als Kombination kleiner, punktförmiger Erhebungen darstellt. Mit derartigen Zusatzgeräten können auch blinde Nutzer PCs und Smartphones verwenden.
Keine speziellen Treiber mehr nötig
Bisher erforderten derartige Geräte oftmals spezielle Treiber, die einen einfachen Wechsel zwischen Endgeräten mitunter erschwerten. Mit dem neuen Standard sollen Braille-Displays in Zukunft als Plug-and-Play-Geräte ohne zusätzliche Treiber verwendet werden können.
Bei der Entwicklung des neuen Standards hat das USB-IF mit Herstellern wie Apple, Google und Microsoft zusammengearbeitet. In einem eigenen Blog-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) hebt Microsoft die Wichtigkeit alternativer Eingabemethoden hervor sowie die Notwendigkeit, ein Braille-Display problemlos mit verschiedenen Geräten nutzen zu können. Laut Microsoft soll der Standard ab 2019 unterstützt werden.
Microsoft engagiert sich recht stark im Bereich der Inklusion. Erst kürzlich hat das Unternehmen den Xbox Adaptive Controller vorgestellt, mit dem körperlich eingeschränkte Nutzer auf der Xbox spielen können. Das Eingabegerät ist sehr vielseitig mit zahlreichen bestehenden Hilfsmitteln nutzbar, so dass er auf eine Vielzahl an Bedürfnissen angepasst werden kann.
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