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Das Logo für USB 3.1
Das Logo für USB 3.1 (Bild: Intel/Screenshot: Golem.de)

Keine neuen Stecker, aber zertifizierte Kabel

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An der Zahl der Leitungen in einem USB-3.1-Kabel und der Form der Stecker ändert sich nichts. Für den neuen Standard gibt es jedoch auch neue Messvorschriften, und eine Abschirmung der einzelnen Leitungen ist zwingend vorgeschrieben. Was passiert, wenn man ein USB-3.0-Kabel, das mechanisch passt, zwischen zwei USB-3.1-Geräte hängt, bleibt spannend. Wünschenswert wäre, dass es gar keine Verbindung gibt und nicht eine wacklige. Für Kabel von über einem Meter Länge hat Intel diesmal die Repeater gleich mitdefiniert; sie sind schon nötig, wenn von Punkt zu Punkt 20 dB Dämpfung auftreten. Wie bei Thunderbolt werden also auch bei USB 3.1 aktive Kabel wichtig.

Im genannten Beispiel des Notebooks am aktiven Display mit Hub spielt Power Delivery (PD) eine zentrale Rolle. Aber auch bei anderen mobilen Geräten, vor allem Tablets, soll das Problem der proprietären Ladegeräte durch PD endlich gelöst werden. USB 3.0 liefert zwar gegenüber 2.0 schon 4,5 statt 2 Watt, mit dem Zusatz USB-BC auch 7,5 Watt - aber selbst dieses "Battery Charging" ist bisher nicht durch ein einheitliches Logo erkennbar. Dass es heute USB-2.0-Ladegeräte mit 10 Watt gibt, bewegt sich klar außerhalb der Spezifikationen. Auch deshalb erkennen die Geräte sich gegenseitig durch proprietäre Verfahren. Billignachbauten sind zu einem so großen Problem geworden, dass beispielsweise Apple sie inzwischen sogar zurücknimmt.

Damit es bei PD nicht so weit kommt, gibt es fünf Profile, die jeweils 10, 18, 36, 60 und 100 Watt leisten können. Jenseits von 36 Watt sind die Micro-USB-Stecker nicht mehr vorgesehen, nur die großen Stecker vom Typ A und B sollen das noch verkraften. Schäden sind aber auch bei deren Verwendung nicht zu befürchten, denn: Für jede PD-Verbindung von Punkt zu Punkt können die Geräte ihre Fähigkeiten zuvor aushandeln. Das entspricht dem, was die proprietären Geräte schon heute beherrschen, nur eben in standardisierter Form.

  • Die Hubs werden mit USB 3.1 wichtiger.
  • Der Hub muss nun auch einen vBus für die Spannung enthalten, wenn er PD bieten soll.
  • Ende 2014 soll die Spec 1.0 für USB 3.1 fertig sein.
  • PD ist nicht zwingend Teil von USB 3.1, wird aber mitgetestet.
  • Erst 2015 sind die Geräte wirklich marktreif.
  • Die Klassen der Stromversorgung (Folien: Intel)
  • Jede Stromverbindung wird einzeln ausgehandelt.
  • Das neue Logo für Stromversorgung per USB gibt es nur nach Zertifizierung.
  • 4K-Auflösungen klappen per USB 3.1 nur mit 30 fps.
  • USB AV, eine Geräteklasse, wird erweitert.
  • HDCP ist zwar möglich, aber wie unten rechts angegeben, noch nicht zugesichert.
  • Nur noch ein Kabel zum Notebook (Folien: Intel)
  • Übersicht über die Neuerungen von USB 3.1
  • Gestrichelt der neue Datenpfad für USB 3.1
  • 1 Meter ist die neue Kabellänge.
  • Kabel und Stecker sollen besser getestet werden.
  • Repeater sind schon ab 20 dB Dämpfung nötig.
  • Neue Codierung für weniger Overhead
Die Klassen der Stromversorgung (Folien: Intel)

Im Beispiel des Notebooks am Monitor kann der Hub im Display die elektrische Energie auch nach der Leistung des Monitor-Netzteils zuteilen, wenn besonders viele Geräte mit hoher Last angeschlossen werden. Dann könnte das Notebook zwar langsamer geladen werden, aber externe Festplatten würden noch funktionieren. Damit das so reibungslos wie gewünscht vonstattengeht, unterstehen die PD-Logos dem Gremium USB-IF. Erst bei Übereinstimmung mit den Spezifikationen werden die Logos lizenziert. Dass USB-PD den Anwendern erst erklärt werden muss - insbesondere wegen der fünf verschiedenen Profile -, erwähnte Intel auf dem IDF auch. Immerhin: Das Profil 1 mit bis zu 10 Watt arbeitet auch mit bisherigen Kabeln, für alle weiteren Profile sind neue PD-Kabel nötig.

An anderen Stellen lauern auch noch viele Fallstricke, zum Beispiel beim Kopierschutz für Videos: USB 3.1 beherrscht kein HDCP, womit unter anderem Blu-rays geschützt sind. Beim Wiedergeben einer solchen Disc vom Notebook auf dem Monitor dürfte dieser den Inhalt nicht anzeigen. Ebenso sind 4K-Auflösungen mit USB 3.1 rechnerisch unkomprimiert nur mit 30 Bildern pro Sekunde möglich, nicht mit 60.

Ob diese Bedenken die Version 1.0 von USB 3.1 und PD verhindern können, ist ungewiss. In zwei Konferenzen wollen die USB-Entwickler die Standards bis zum Ende des Jahres 2013 festschreiben. Im Laufe des Jahres 2014 sollen erste Chips gebaut werden, die Mitte des Jahres vorliegen sollen. Dann wird weiter in der Praxis getestet, bis 2015 der Marktstart erfolgen soll. Was den Kunden möglicherweise schon Mitte 2014 als neues USB-3.1-Gerät verkauft wird, ist also allenfalls Bananenware.

 USB 3.1 und Power Delivery: Ein Kabel, sie alle anzubinden

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manitu 20. Sep 2013

Ich vermute, dass das Probleme bei der Rückwärtskompatibilität, sowie der Stromversorgung...

Drag 16. Sep 2013

Grafikkarten kann ich mir vorstellen, aber USB Soundkarten gibt es schon lange.

SoniX 16. Sep 2013

Danke für die Erklärung. Ich glaube ich denke zu kompliziert. *g



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