USA: Wohl größtes Lithium-Vorkommen der Welt entdeckt
Vulkanologen haben an der Grenze der US-Bundesstaaten Nevada und Oregon eine gewaltige Menge Lithium entdeckt. Es befindet sich inmitten der McDermitt Caldera, einer kesselförmigen Struktur vulkanischen Ursprungs. Das Vorkommen soll bis zu 120 Millionen Tonnen Lithium umfassen(öffnet im neuen Fenster) und ist anscheinend während des Ausbruchs eines Supervulkans vor rund 16 Millionen Jahren entstanden. Die 120 Millionen Tonnen sind ein Maximalwert, das Forschungsteam geht eher von 20 bis 40 Millionen Tonnen Lithium aus.
Damit wäre es dennoch das weltweit größte Vorkommen an Lithium – das bolivianische Anden-Plateau galt mit 21 Millionen Tonnen bisher als weltweit größte Lagerstätte für Lithium. Die aktuelle Studie wurde von einem Bergbauunternehmen finanziert, das die Vorkommen auch abbauen will.
Trotz Kritik unter anderem von Wissenschaftlern und Umweltschützern hat die US-Regierung die Lithium-Mine Thacker Pass in der Region genehmigt. Die Bauarbeiten begannen bereits(öffnet im neuen Fenster) im März 2023.
Lithium: das flüssige Gold unserer Zeit
Lithium wird unter anderem für den Bau von Batterien in Elektrofahrzeugen verwendet, die Nachfrage wächst stark. Die USA sind beim Bezug von Lithium derzeit stark von China abhängig. Der Abbau wird somit vermutlich (zügig) vorangetrieben. Damit wäre Thacker Pass die zweite Großmine ihrer Art in den USA.
Zur Studie
Die Studie wurde am 30. August 2023 in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht und heißt Hydrothermal enrichment of lithium in intracaldera illite-bearing claystones(öffnet im neuen Fenster) (Hydrothermale Anreicherung von Lithium in illithaltigen Tonsteinen innerhalb der Caldera).
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