Abo
  • Services:
Anzeige
Wafer mit Sandy-Bridge-CPUs
Wafer mit Sandy-Bridge-CPUs (Bild: Intel)

USA: Vorerst kein Importverbot für Intel-CPUs

Wafer mit Sandy-Bridge-CPUs
Wafer mit Sandy-Bridge-CPUs (Bild: Intel)

In einem Patentstreit mit dem Unternehmen X2Y hat Intel einen Etappensieg erzielt. X2Y wollte einen Importstopp für Intel-Prozessoren erreichen, was aufgrund der globalisierten Chipindustrie weitreichende Folgen hätte.

In einer erstinstanzlichen Entscheidung (PDF) hat die US-Außenhandelsbehörde ITC festgestellt, dass Intels außerhalb der USA gefertigte Prozessoren die Patente des Unternehmens X2Y nicht verletzen. Zwei der fraglichen Patente erklärte der Richter sogar für ungültig.

Anzeige

Die klagende Firma wirft Intel vor, die hauseigene Technik abgekupfert zu haben. Vor über zehn Jahren soll X2Y, das nur Techniken verwaltet und selbst keine Produkte herstellt, an Intel mit seinen Erfindungen herangetreten sein. Diese betreffen unter anderem Methoden zum Verhindern von Übersprechen bei den Verbindungen eines Dies mit den Kontaktflächen zum CPU-Sockel. Intel soll - anders als Samsung - keine Lizenzen gekauft, sondern die Technik selbst nachgebaut haben.

Ob das stimmt, ist in der Hauptsache noch nicht entschieden. Beide Parteien erhalten nun Gelegenheit, die technischen Unterlagen der Gegenseite zu studieren, erst dann wird ein Spruch eines größeren Gremiums der ITC gefällt.

X2Y hatte sich an diese Behörde gewandt, weil es in den USA nicht zulässig ist, Produkte zu importieren, die US-Patente verletzen. Das ist im Falle von Intel und auch bei vielen anderen Herstellern aber ein ständiges Risiko, denn: Die fertigen Chips werden selten innerhalb der USA produziert, sondern vor allem in Asien.

Wafer made in USA, fertige Chips aber aus Asien

So stellt Intel zwar in einigen US-Bundesstaaten in seinen eigenen Chipfabriken Wafer und manchmal auch einzelne Dies her, der Großteil der Serienproduktion der endgültigen Prozessoren wird aber unter anderem in Costa Rica, Malaysia und den Philippinen abgeschlossen. Dort werden die Dies in Chipgehäuse gesetzt, dieser Vorgang des sogenannten "Packaging" ist bei vielen Chipherstellern von der Herstellung der Wafer räumlich getrennt, AMD beispielsweise arbeitet so.

Diese Arbeitsteilung zwischen mehreren Ländern macht die Vergabe von Lizenzen für die verwendete Technologie recht kompliziert, weil die Bestimmungen der einzelnen Staaten zu beachten sind. Dass in Chips nicht nur Erfindungen des sie produzierenden Unternehmens stecken, ist dabei normal - Dutzende von grundlegenden Patenten gibt es zu beachten, und in der Regel werden dafür Lizenzzahlungen fällig.

Die ITC hat für eine endgültige Entscheidung eine Frist bis zum 15. April 2013 gesetzt. Bis dahin sind auch weitere Verfahren von X2Y, die das Unternehmen gegen Intel anstrebt, auf Eis gelegt.


eye home zur Startseite
zilti 20. Dez 2012

Sie lizenzieren es ja. Nur Intel war sich zu gut dadür und klaut erstmal.

zilti 20. Dez 2012

Es wäre ja für intel auch viel zu schwierig gewesen, sich das zu lizenzieren...

ploedman 18. Dez 2012

Zum Glück gibts ja AMD ;)

Endwickler 17. Dez 2012

Deine Korinthen kannst du später selber wegräumen. Es folgen ein paar Beispiele, in...

morecomp 17. Dez 2012

Zwei Seiten einer Medallie. Auf der einen Seite ist der Erfinder, der sich um seinen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, verschiedene Standorte
  2. SEW-EURODRIVE GmbH & Co KG, Bruchsal
  3. Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH, Nürtingen
  4. Wirecard Technologies GmbH, Aschheim bei München


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 439,85€

Folgen Sie uns
       


  1. Mass Effect

    Bioware erklärt Arbeit an Kampagne von Andromeda für beendet

  2. Kitkat-Werbespot

    Atari verklagt Nestlé wegen angeblichem Breakout-Imitat

  3. Smarter Lautsprecher

    Google Home erhält Bluetooth-Zuspielung und Spotify Free

  4. Reverb

    Smartphone-App aktiviert Alexa auf Zuruf

  5. Bildbearbeitung

    Google-Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Fotos

  6. Ladestationen

    Regierung lehnt Zwangsverkabelung von Tiefgaragen ab

  7. Raspberry Pi

    Raspbian auf Stretch upgedatet

  8. Trotz Förderung

    Breitbandausbau kommt nur schleppend voran

  9. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  10. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Orange Pi 2G IoT ausprobiert: Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
Orange Pi 2G IoT ausprobiert
Wir bauen uns ein 20-Euro-Smartphone
  1. Odroid HC-1 Bastelrechner besser stapeln im NAS
  2. Bastelrechner Nano Pi im Test Klein, aber nicht unbedingt oho

Mitmachprojekt: HTTPS vermiest uns den Wetterbericht
Mitmachprojekt
HTTPS vermiest uns den Wetterbericht

Breitbandausbau auf Helgoland: Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring
Breitbandausbau auf Helgoland
Deutschlands Hochseefelsen bekommt nur Vectoring
  1. Provider Dreamhost will keine Daten von Trump-Gegnern herausgeben
  2. Home Sharing Airbnb wehrt sich gegen Vorwürfe zu Großanbietern
  3. Illegale Waffen Migrantenschreck gibt es wieder - jetzt als Betrug

  1. Re: Standard-Nutzername lautet pi

    Teebecher | 00:42

  2. Re: Danke Electronic Arts...

    Gokux | 00:05

  3. Re: 10-50MW

    ChMu | 20.08. 23:54

  4. Re: MegaWatt

    ChMu | 20.08. 23:44

  5. Re: Die Präposition "in" vor einer Jahreszahl ist...

    shertz | 20.08. 23:32


  1. 13:33

  2. 13:01

  3. 12:32

  4. 11:50

  5. 14:38

  6. 12:42

  7. 11:59

  8. 11:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel