Abo
  • Services:

USA: Volkswagen will Elektro-Lkw bauen

Volkswagen will mit dem US-Hersteller Navistar nun auch einen elektrisch angetriebenen Lkw für kürzere Distanzen entwickeln. Bis das Fahrzeug auf die Straße kommt, wird es aber noch dauern.

Artikel veröffentlicht am ,
Volkwagen will mit Navistar Elektro-Lkw bauen.
Volkwagen will mit Navistar Elektro-Lkw bauen. (Bild: Volkswagen)

In den USA und Kanada soll 2019 oder 2020 ein mittelschwerer E-Lkw von Volkswagen und Navistar auf den Markt kommen, der rein elektrisch fährt. Der Lkw ist für eher kurze Strecken konzipiert, bei denen eine Ladestation am Endhaltepunkt vorhanden ist. Volkswagen stellt zwar Nutzfahrzeuge her, hat jedoch bisher keinen Elektro-Lkw oder -Laster im Sortiment, was auch für die meisten Mitbewerber gilt. VW hält eine Minderheitsbeteiligung an Navistar.

Stellenmarkt
  1. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  2. IT2media GmbH & Co. KG, Nürnberg, Leipzig, München

Volkswagen und Porsche testen im Werksverkehr bereits einen E-Sattelschlepper mit einer Nennleistung von 280 Kilowatt, dessen Akku eine Kapazität von 140 Kilowattstunden ausweist. Mit einer Akkuladung kommt der Sattelschlepper 70 km weit - bei einem Gesamtgewicht von 40 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 85 km pro Stunde.

Volkswagen und Navistar wollen außerdem für die Vernetzung der Lkw eine Cloudplattform schaffen und die Hardwarekomponenten für die Anbindung entwickeln. Offenbar ist das Fahrzeug nur für den nordamerikanischen Markt gedacht.

Auch der von Tesla geplante Sattelschlepper mit Elektroantrieb eignet sich nur für Kurzstrecken. Das Fahrzeug, das noch 2017 vorgestellt werden soll, kommt laut einem Bericht etwa 320 bis 480 km weit, bevor seine Akkus geladen werden müssen. Angeblich soll das Fahrzeug auch autonom fahren können.

Der US-Motorenhersteller Cummins Engines hat einen Sattelschlepper mit Elektroantrieb entwickelt, der 2019 auf den Markt kommen soll. Der Cummins Aeos ist ein sogenannter Class-7-Truck. Das ist die unterste Klasse der Schwerlaster. Der Sattelschlepper kann einen 22 Tonnen schweren Hänger ziehen. Die Reichweite ist allerdings nicht groß: Mit einer Akkuladung soll das Fahrzeug etwa 160 km weit kommen.

Interessant ist auch der Nikola One des US-Elektroautoherstellers Nikola Motor Company, den es als Prototyp gibt. Dabei handelt es sich um die erste Zugmaschine mit Elektroantrieb und Brennstoffzelle. Die sechs Motoren haben zusammen eine Leistung von 1.000 PS und einen Drehmoment von 2.711 Newtonmeter. Sie beschleunigen das Fahrzeug in 31 Sekunden von 0 auf 100 km pro Stunde. Die Reichweite gibt NMC mit knapp 1.300 bis 2.000 km an.

Eine Studie des Öko-Instituts und des Verbandes der Elektrotechnik (VDE) sieht die Zukunft für Elektroautos nicht bei Pkw, sondern eher in der gewerblichen Nutzung. Kurier- und Paketdienste könnten die mit Elektromotoren angetriebenen Fahrzeuge sinnvoller nutzen als Privatpersonen. Durch moderat sinkende Akkupreise, die die Autoren der Studie erwarten, soll in Deutschland bis 2020 ein Potenzial für 700.000 elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge entstehen.

Die gewerbliche Nutzung von Elektrofahrzeugen hat einige Vorteile gegenüber privater Verwendung. Zum einen können die Fahrzeuge deutlich besser ausgelastet werden und so hohe Fahrleistungen erreichen. Außerdem sind sie durch die Möglichkeit der steuerlichen Abschreibung wirtschaftlich attraktiv und vielen Unternehmen stehen günstigere Stromtarife zum Aufladen zur Verfügung als Privatpersonen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

chewbacca0815 27. Sep 2017

Was soll denn redigiert werden? VW kündigt einmal mehr an, wie toll sie vermutlich zu...


Folgen Sie uns
       


Sonnet eGFX Box 650W - Test

Die eGFX Box von Sonnet hat 650 Watt und ist ein externes Grafikkarten-Gehäuse. Sie funktioniert mit AMDs Radeon RX Vega 64 und wird per Thunderbolt 3 an ein Notebook angeschlossen. Der Lüfter und das Netzteil sind vergleichsweise leise, der Preis fällt mit 450 Euro recht hoch aus.

Sonnet eGFX Box 650W - Test Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Hasskommentare: Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?
Hasskommentare
"Wie würde es im Netz aussehen, wenn es uns nicht gäbe?"

Hannes Ley hat vor rund anderthalb Jahren die Online-Initiative #ichbinhier gegründet. Die Facebook-Gruppe schreibt Erwiderungen auf Hasskommentare und hat mittlerweile knapp 40.000 Mitglieder. Im Interview mit Golem.de erklärt Ley, wie er die Idee aus dem Netz in die echte Welt bringen will.
Ein Interview von Jennifer Fraczek

  1. Nutzungsrechte Einbetten von Fotos muss nicht verhindert werden
  2. Bundesnetzagentur UKW-Abschaltung abgewendet
  3. Drupalgeddon 2 115.000 Webseiten mit Drupallücken übernommen

Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

    •  /