USA und China: ZTE-Manager vermutet Handelsstreit hinter Exportsperre

In einer Telefonkonferenz äußerte ein ZTE-Manager die Vermutung, dass die Ursache der jüngst gegen das chinesische Unternehmen verhängten Exportsperre eigentlich im allgemeinen US-chinesischen Handelsstreit liege. ZTE fühlt sich in der Sache weiterhin ungerecht behandelt.

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ZTE und die USA verstehen sich gerade nicht gut.
ZTE und die USA verstehen sich gerade nicht gut. (Bild: AFP/Getty Images)

Ein Vertreter des chinesischen Herstellers ZTE hat sich in einer Telefonkonferenz mit Zulieferern zur jüngst verhängten Exportsperre seitens der US-Regierung geäußert. So solle die Ursache mehr in den aktuellen Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China liegen als im konkreten Fall selbst. Das berichtet Reuters unter Bezugnahme auf eine Person, die an der Konferenz teilgenommen habe.

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Die US-Regierung hatte ZTE mit einer siebenjährigen Exportsperre belegt, nachdem das Unternehmen bei der Aufarbeitung eines Embargoverstoßes gegen Iran falsche Angaben gemacht haben soll. ZTE wurde dabei erwischt, wie das Unternehmen trotz eines Einfuhrverbots Netzwerktechnik an Iran geliefert hatte. Nach einer Strafzahlung wurde ein Exportverbot gegen ZTE zunächst zur Bewährung ausgesetzt.

Mitte April 2018 wurde diese Strafe allerdings seitens der US-Regierung in Kraft gesetzt, da ZTE bei der Untersuchung des Falles wiederholt falsche Angaben gemacht hatte. US-Unternehmen dürfen nun sieben Jahre lang keine Güter mehr an ZTE liefern. Der chinesische Hersteller war eigenen Angaben zufolge von diesem Schritt überrascht und fühlt sich ungerecht behandelt.

ZTE sei noch in der termingerechten Aufarbeitung des Falles beschäftigt gewesen und hätte die verantwortlichen Mitarbeiter bereits bestraft. Daher vermute der von Reuters zitierte Manager, dass die wahren Gründe im allgemeinen Handelsstreit lägen. Laut Aussage des US-Handelsministeriums habe der Fall aber nichts mit generellen Handelsstreitigkeiten zu tun.

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Zu den Zulieferern ZTEs gehören auch einige US-Unternehmen, unter anderem Qualcomm. Daher könne der Verlust von ZTE als Kunden eine Auswirkung auf das Geschäftsergebnis von Qualcomm im dritten Quartal haben, wie Reuters schreibt.

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