USA: Tiktok-Deal mit Microsoft abgelehnt

Das bestätigt Microsoft selbst. Es steht ein weiteres Unternehmen im Rennen: Oracle. Der Deal sieht aber weniger Einschränkungen vor.

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Es ist noch unklar, wie es mit Tiktok in den USA weitergeht.
Es ist noch unklar, wie es mit Tiktok in den USA weitergeht. (Bild: Bytedance/Montage: Golem.de)

Microsoft wird wohl nicht die US-Sparte der Video-App Tiktok kaufen. Der chinesische Inhaberkonzern Bytedance habe das Angebot abgelehnt, bestätigt Microsoft in einem kurzen Update-Post. "Wir sind sicher, dass unser Angebot gut für Tiktok-User gewesen wäre, während wir die nationale Sicherheit geschützt hätten", heißt es. Dabei seien Änderungen am Dienst geplant gewesen, die sich auf Sicherheitsaspekte, Privatsphäre und gegen Falschinformationen konzentriert hätten. Derweil habe die chinesische Regierung sich geäußert und sei eher bereit, den Zugang zur App zu schließen, als dass dieser von einem US-Konzern aufgekauft werde.

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Microsoft wird das Programm in diesen Aspekten weiter beobachten. Dabei ist anscheinend ein anderes Unternehmen in den Tiktok-Deal involviert. Der Konzern Oracle soll sich um die Datenspeicherung von Videos und persönlichen Informationen kümmern. Das berichtet die US-Zeitung Washington Post mit Bezug auf anonyme Quellen. Allerdings soll Oracle das Geschäft von Tiktok nicht übernehmen, so wie es bei Microsofts Plan der Fall gewesen wäre. Stattdessen nutzt der chinesische Konzern Bytedance, dem die App gehört, Oracle als Plattformpartner für den US-Auftritt. Bytedance selbst soll dabei der vollständige Besitzer der App bleiben.

Ein Rückschritt zu Trumps Aussagen

Ein ehemaliger Regierungssprecher sieht den Oracle-Deal als einen Rückschritt an. "Das ist klar ein kleinerer Schritt als ein US-Unternehmen, welches Mittel und Algorithmus direkt übernimmt. Politisch wäre dies ein massiver Rückschritt von dem, was der Präsident gesagt hat und damit erreichen wollte", heißt es. US-Präsident Donald Trump hatte Bytedance vorgeworfen, dass persönliche Daten von US-Bürgern an die chinesische Regierung übermittelt werden. Dies war bisher der größte Kritikpunkt der US-Regierung und der Grund für den Bann der App in den USA. Dieser soll am 20. September 2020 eintreten.

Einige Quellen haben laut der Washington Post auch einen alternativen Vorschlag erwähnt: Bytedance könne die eigene Firmenzentrale aus China verlegen. Das sollte zeigen, dass sich das Unternehmen nicht an die chinesische Regierung binden und personenbezogene Daten an diese übergeben muss. Dies hatte der Konzern bereits betont.

Nachtrag vom 14. September 2020, 13:46 Uhr

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Einem Bericht des chinesischen Staatssenders CGTN zufolge wird Tiktoks USA-Geschäft weder an Microsoft noch an Oracle verkauft. Darüber hinaus werde Bytedance den Code der App an kein anderes US-Unternehmen verkaufen. CGTN beruft sich dabei auf nicht näher genannte Quellen. Bytedance wollte demnach keine Stellung zu dem Bericht nehmen.

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