USA: Tausende IT-Freelancer sollen für Nordkorea arbeiten

Die US-Regierung warnt weiter vor Freelancern, die aus Nordkorea kommen könnten. Das FBI habe bereits 1,5 Millionen US-Dollar beschlagnahmt.

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Das Regime in Nordkorea lässt offenbar auch IT-Experten im Ausland Devisen beschaffen.
Das Regime in Nordkorea lässt offenbar auch IT-Experten im Ausland Devisen beschaffen. (Bild: Reuters)

Das US-Justizministerium geht davon aus, dass tausende IT-Freelancer, die für Unternehmen in den USA arbeiten, verdeckt für Nordkorea tätig sind, um das verdiente Geld direkt in das Land und dessen Waffenprogramm zu transferieren. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP nach einer Pressekonferenz der Bundesbehörden. Diese gehen demnach davon aus, dass so bereits Millionen von US-Dollar in Nordkorea gelandet seien.

Laut einem mit dem Fall betrauten FBI-Agenten sind die IT-Angestellten dabei nicht direkt in Nordkorea tätig, sondern arbeiten aus Russland oder China. Über unterschiedliche Techniken werde der tatsächliche Aufenthaltsort jedoch verschleiert, sodass es für Unternehmen in den USA aussehe, als ob die Freelancer in den USA arbeiteten. Sollten Unternehmen in den USA auf Freelancer setzen, sei es "mehr als wahrscheinlich", dass darunter auch IT-Experten aus Nordkorea seien, hieß es weiter. Auch in anderen Branchen weltweit arbeiteten Menschen aus Nordkorea, die Beschäftigung in der IT sei aber besonders lukrativ.

Bei den Ermittlungen beschlagnahmte das FBI eigenen Angaben zufolge bereits 1,5 Millionen US-Dollar sowie 17 Domain-Namen. Zusätzlich zu dem Geld, das über die Beschäftigung nach Nordkorea fließt, warnte das FBI davor, dass die Freelancer durch die Anstellung einen Zugriff auf interne Netzwerke erlangen und so auch Daten nach Nordkorea abfließen könnten.

Im Frühjahr 2022 warnten bereits mehrere Ministerien vor einem Versuch Nordkoreas, eigene IT-Experten als Remote-Arbeiter in Unternehmen anstellen zu lassen. Die Beteiligten aktualisierten dazu auch ihre Hinweise, wie Arbeitgeber diese erkennen könnten. Dazu gehört, dass die Freelancer nicht oder nur selten in Videokonferenzen auftauchten, nicht zu Terminen im Büro vor Ort erscheinen könnten, wechselnde Adressen oder gar Postfächer für den Versand von Arbeitsmaterial, oder auch eine Ausbildung China, Japan, Singapur oder Malaysia bei ausschließlicher Arbeit in den USA hätten.

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