USA: Space Force zeigt seinen neuen Alaska-Radarposten

Die USA haben ein neues hochmodernes und bodengestütztes Radarsystem auf der Clear Space Force Station in Alaska errichtet(öffnet im neuen Fenster) : das Long Range Discrimination Radar (LRDR: Fernbereichsunterscheidungsradar). Es soll Bedrohungen von ballistischen Raketen, sogar mehreren gleichzeitig, mit hoher Präzision erkennen und verfolgen können.
Zudem soll das System unterscheiden können, ob es sich um ein gefährliches Objekt wie eine interkontinentale ballistische Rakete oder um eher ungefährliche Gegenstände wie Trümmerteile handelt. Und genau hierfür steht der Begriff "Discrimination" im Namen. Mit dem LRDR lassen sich die Präzision der Abfangjäger verbessern und ihre Reaktionszeiten verkürzen.
Wächter ist nach langer Testphase einsatzbereit
Bereits Ende 2021 wurden die ersten Testversuche des Radars vom US-amerikanischen Raketenabwehramt, der Missile Defense Agency (MDA), durchgeführt. Diese beendete am 4. Dezember 2025 die operative Testphase des Systems. Anschließend wurde die Anlage an das Kampfstreitkräftekommando CFC (Combat Forces Command) der Weltraumstreitmacht U.S. Space Force übergeben.
Laut der Weltraumstreitmacht überwacht das LRDR-System kontinuierlich den Himmel und die Atmosphäre, was das System zu einem zentralen Wächter in der US-Raketenabwehrstrategie macht.
"Die präzise Zuverlässigkeit des LRDR erhöht die Effizienz der US-Raketenabfangfähigkeiten, indem Raketenbedrohungen auf große Entfernungen schnell und präzise erkannt werden" , teilte CFC-Oberst Jared Hoffman mit.
Außerdem würde die anpassungsfähige Architektur zukünftige Upgrades ermöglichen. Überdies gewährleiste die kontinuierliche Bedrohungsüberwachung die Einsatzbereitschaft, auch während der Wartung, und minimiere so potenzielle Ausfallzeiten.



