USA: Microsoft hält trotz Bann an Anthropic fest
Die KI-Modelle von Anthropic werden auch in Zukunft Teil von Microsofts KI-Angebot bleiben. Das berichtet CNBC(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Informationen von Microsoft. Anthropic wurde von der US-Regierung als "nationales Lieferkettenrisiko" deklariert, die Nutzung in Bundesbehörden wurde untersagt.
Hintergrund ist Anthropics Weigerung , den US-Behörden uneingeschränkten Zugang zu seinen KI-Modellen zu gewähren. Dieser könnte für die Überwachung von Personen oder die autonome Tötung von Menschen verwendet werden. OpenAI nahm letztlich die Stelle von Anthropic ein, was CEO Sam Altman viel Kritik einbrachte.
"Unsere Anwälte haben die Bezeichnung geprüft und sind zu dem Schluss gekommen, dass Anthropic-Produkte, einschließlich Claude, unseren Kunden weiterhin zur Verfügung stehen können" , erklärt ein Microsoft-Sprecher CNBC. Microsoft nimmt dabei offenbar nur das US-Verteidigungsministerium explizit aus.
Claude ist Alternative zu ChatGPT in Copilot
Die Claude-Modelle sind mittlerweile Teil von Microsofts Copilot Researcher und können als Alternative zu OpenAI ausgewählt werden(öffnet im neuen Fenster) . Auch in Github kann Claude als KI-Hilfe zum Programmieren verwendet werden.
Die Deklarierung als nationales Lieferkettenrisiko sollte für private Nutzer keine Auswirkungen haben. Unternehmen, die mit der US-Regierung Geschäfte machen, dürfen nach Ablauf einer sechsmonatigen Übergangsphase aber eigentlich keine Anthropic-Produkte mehr verwenden. Das gilt auch für zivile Geschäftsbereiche. Zu den Details, warum Microsofts Anwälte glauben, dass das Unternehmen weiterhin Claude verwenden kann, gibt es keine Informationen.
Anthropics KI Claude wird von zahlreichen US-Behörden verwendet. Offenbar müssen diese – sollte die Richtlinie der Regierung umgesetzt werden – am Ende auch zahlreiche Microsoft-Produkte ersetzen, da diese weiterhin Zugriff auf Anthropics KI-Modelle gewähren.
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