USA: Keine Immunität für Trojaner-Hersteller

Der Oberste Gerichtshof der USA hat die Argumentation des Trojaner-Herstellers NSO zurückgewiesen. Damit kann die Klage von Whatsapp beziehungsweise dessen Mutterunternehmen Meta fortgesetzt werden.
Der Hersteller des Staatstrojaners Pegasus war seinerseits juristisch gegen die Klage von Meta/Whatsapp vorgegangen, zuletzt in Berufung vor dem Obersten Gericht. Dort hatte die NSO-Gruppe argumentiert, Immunität zu genießen, da sie als Agent für nicht identifizierte ausländische Regierungen fungierte, als sie die Geräte hackte und die hauseigene Schadsoftware Pegasus installierte.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) hatte die Regierung von US-Präsident Joe Biden die Richter aufgefordert, die Berufung von NSO zurückzuweisen, und festgestellt, dass das US-Außenministerium noch nie zuvor einer privaten Einrichtung, die als Vertreter eines ausländischen Staates handelt, ein Recht auf Immunität zuerkannt hatte.
Meta begrüßt Entscheidung
Meta begrüßte die Entscheidung des Obersten Gerichtes: "Die Spyware von NSO hat Cyberangriffe auf Menschenrechtsaktivisten, Journalisten und Regierungsbeamte ermöglicht," erklärte Meta. "Wir sind der festen Überzeugung, dass ihre Operationen gegen US-Recht verstoßen und sie für ihre rechtswidrigen Operationen zur Rechenschaft gezogen werden muss."
Der Trojaner-Hersteller hatte eine Sicherheitslücke in Whatsapp ausgenutzt , um 1.400 Nutzer des Messengers zu hacken, darunter Journalisten und Menschenrechtsaktivisten sowie hochrangige Regierungsbeamte aus verschiedenen Staaten. Die Whatsapp-Mutter Meta, damals Facebook, hatte daraufhin im Jahr 2019 eine Klage gegen die NSO-Gruppe angestrengt .



