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USA: Kabelnetz- und DSL-Betreiber führen Datenlimit wieder ein

Die Datennutzung im Homeoffice steigt, die Aufpreise liegen bei rund 50 US-Dollar, wenn das Datenlimit überschritten wird.

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Netzausbau bei Comcast
Netzausbau bei Comcast (Bild: Comcast)

Die Datennutzung der Haushalte steigt wegen Homeoffice auch in den USA an. Wie das Wall Street Journal berichtet, haben die Kabelnetzbetreiber Comcast, Cox Communications und das Festnetzunternehmen AT&T wieder Datenobergrenzen eingeführt, bei deren Überschreitung relativ hohe Extragebühren berechnet werden. Während der ersten Welle der Coronapandemie wurde dies meist ausgesetzt.

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Im September verwendeten US-Haushalte laut Angaben des Messungsexperten Openvault durchschnittlich 383,8 Gigabyte Daten. Bisher sei der Verbrauch im Monat Oktober auf 413,3 Gigabyte gestiegen. Dies ist ein Anstieg von 361 Gigabyte im Januar, der letzten monatlichen Nutzungsberechnung vor der Pandemie.

Comcast erklärte, dass 95 Prozent der Kunden trotz Pandemie das Limit nicht erreichten, das kürzlich von 1 Terabyte auf 1,2 Terabyte erhöht wurde. Für einige Comcast-Abonnenten habe man den Preis für unbegrenzte Datennutzung gesenkt, sagte eine Sprecherin dem Wall Street Journal. Comcast berechnet 50 US-Dollar zusätzlich, wenn Kunden das Datenlimit mehrfach überziehen. Comcast ist der größte Kabelnetzbetreiber der USA und der drittgrößte Telekommunikationskonzern in den Vereinigten Staaten.

50 Dollar Aufpreis sind üblich

Cox erhöhte die Datenmenge um 25 Prozent auf 1,25 Terabyte pro Monat und verzichtet laut einem Sprecher auf die Gebühr, wenn ein Kunde seine Datenmenge zum ersten Mal überschreitet. Ein Cox-Kunde berichtete dem Wall Street Journal seine monatliche Rechnung habe sich um 50 Dollar auf 161 US-Dollar erhöht, seit er auf einen Tarif ohne Volumenbeschränkung wechselte.

Verizon Communications gab an, der durchschnittliche Fios-Kunde im Glasfasernetz verbrauche mehr als 500 Gigabyte pro Monat. Das Unternehmen erhebe hier keine Gebühren. DSL-Nutzer werden dagegen zur Kasse gebeten.

Verizon Fios ist das im Jahr 2004 gestartete Glasfasernetz des Betreibers, in dem neben schnellem Internet auch das Fernsehprogramm und Telefonie angeboten werden. Verizon Wireless ist nach AT&T zudem der zweitgrößte Mobilfunkbetreiber in den USA.

Das Magazin Wired berichtete über einen AT&T-DSL-Nutzer in Oklahoma City, der 150 Gigabyte pro Monat bei einer niedrigen Datenrate von 2,08 MBit/s im Download und 0,24 MBit/s im Upload erhält. Er zahlt dafür 59 US-Dollar monatlich und für jedes zusätzliche Paket von 50 Gigabyte 10 US-Dollar zusätzlich, was eine Monatsrechnung von 75 bis 210 US-Dollar ergibt.

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