USA: IT-Konzerne beenden Wahlkampfspenden nach Kapitol-Sturm

Wie andere US-Unternehmen auch überarbeiten Amazon, Facebook, Google, Microsoft und weitere IT-Konzerne ihre Spendenpraxis für US-Politiker.

Artikel veröffentlicht am ,
Nach der Erstürmung des Kapitols wollen US-Unternehmen ihre Spendenpraxis ändern.
Nach der Erstürmung des Kapitols wollen US-Unternehmen ihre Spendenpraxis ändern. (Bild: Stefani Reynolds/Getty Images)

Viele Technikunternehmen aus dem Silicon Valley, die in der Vergangenheit mehr oder weniger aktiv auch mit der scheidenden Trump-Regierung zusammengearbeitet haben, haben angekündigt, ihre Spendenpraxis zu überarbeiten und Spenden für Politiker zwischenzeitlich auszusetzen. Auslöser dieser Entscheidungen ist der Sturm auf das Kapitol durch gewaltbereite und teils bewaffnete Angreifer, die die formale Bestätigung der Präsidentschaftswahl verhindern wollten.

Stellenmarkt
  1. IT-Anwendungsbetreuer*in eGovernment (m/w/d)
    Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
  2. Technischer Mitarbeiter für Konzeption und Qualitätssicherung (m/w/d) Bereich Produktentwicklung, Abteilung Warenwirtschaft
    ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Fürth, Mannheim
Detailsuche

Die IT-Konzerne reihen sich damit in eine Liste vieler weiterer Unternehmen in den USA ein, die ähnliche Maßnahmen angekündigt haben. In den USA ist es üblich, dass große Konzerne sogenannte Political Action Committees (PAC) unterhalten, die etwa den Wahlkampf mit Direktspenden unterstützen. Darüber hinaus können die PAC auch selbstständig in Wahlwerbung investieren oder die Aktivitäten anderer PAC finanzieren. Zudem gibt es bei vielen US-Unternehmen sogenannten Matching-Programme, wobei von Angestellten gespendete Beiträge für Politiker durch Spenden der Unternehmen in gleicher Höhe aufgestockt werden.

Einem Bericht von Bloomberg zufolge, der die einzelnen Maßnahmen der Unternehmen sammelt, hat Amazon angekündigt, seine Spenden für jene Kongressabgeordneten auszusetzen, die gegen die Bestätigung der Präsidentschaftswahl gestimmt haben. Ähnlich geht auch Intel vor. Ebenso haben Google, Facebook und Microsoft und weitere Unternehmen angekündigt, ihre Spenden vorerst zu pausieren und ihre Richtlinien für die Spenden zu überarbeiten.

Laut CNet will Intel auch künftig weiter sowohl an Republikaner als auch an Demokraten spenden, schreibt aber, dass die Stimme gegen die Bestätigung der Wahl nicht den Werten des Unternehmens entspreche. In einem Kommentar hat Golem.de am Beispiel von Twitter kritisiert, dass es für einige Unternehmen erst zu einem bewaffneten Putschversuch kommen müsse, damit diese ihre Unterstützung für einige Politiker überdenken. Das gilt offenbar auch für die Spendenpraxis.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nachfolger von Windows 10
Dinge, die es in Windows 11 nicht mehr geben wird

Bei Windows 11 kommt viel Neues hinzu, auf der anderen Seite entfernt Microsoft eine Menge Ballast - eine Übersicht.
Von Oliver Nickel

Nachfolger von Windows 10: Dinge, die es in Windows 11 nicht mehr geben wird
Artikel
  1. NFC: Gesetzesänderung könnte Apple Pay öffnen
    NFC
    Gesetzesänderung könnte Apple Pay öffnen

    Der Bundesrat hat eine Änderung am Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz beschlossen, die es Banken leichter machen soll, Zugang zu Apples NFC-Schnittstelle zu bekommen.

  2. Chris Roberts' Vision: Nach einem Jahr Pause kehren wir zu Star Citizen zurück
    Chris Roberts' Vision
    Nach einem Jahr Pause kehren wir zu Star Citizen zurück

    Star Citizen und die Community sind inzwischen ein ganzes Stück sympathischer geworden. Trotzdem ist hier weniger fertig als gedacht.
    Ein Hands-on von Oliver Nickel

  3. World Update: Deutschland wird schöner im Flight Simulator
    World Update
    Deutschland wird schöner im Flight Simulator

    Die Region für das nächste World Update steht fest: Österreich, Deutschland und die Schweiz werden im Flight Simulator optimiert.

Ykandor 14. Jan 2021

Bestechung wird vorher bezahlt, die Spende danach. Edit sagt: Bei der FDP ist es egal, da...

FranzJosephStra... 13. Jan 2021

Lass mich raten, du informierst die bei Spiegel oder Welt Online um dir deine "seriösen...

miguele 13. Jan 2021

Wenns funktioniert aus Unternehmenssicht wohl die beste Entscheidung.

p4m 13. Jan 2021

G. W. Bush kann Trump wirklich dankbar sein. Im direkten Vergleich wirkt er schon fast...

Aristarch 13. Jan 2021

Ich frage mich immer noch, welche verqueren Gedankengänge seinerzeit den Supreme Court...


Folgen Sie uns
       


Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate: Ryzen 7 5800 X 359€, Ryzen 5 5600 X 249€ • Gigabyte Z490M 119,90€ • Mega-Wiedereröffnung bei MediaMarkt - bis zu 30 Prozent Rabatt • Samsung SSD 980 Pro PCIe 4.0 1TB 166,59€ • Trust Gaming Audio-Zubehör • Kaspersky Flash Sale: 60% Rabatt auf Security-Programme [Werbung]
    •  /