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Was bringt das Fernbleiben?

Und selbst wenn der Senat keine Vorladung ausspräche, so hat der US-Kongress noch ein weiteres, viel druckvolleres Mittel: der seit Längerem bestehenden Drohung, die Geschäfte der Techkonzerne in den USA zu regulieren, tatsächlich gesetzgeberische Initiativen folgen zu lassen. Im Weißen Haus sitzt derzeit ein Präsident, der es zwar liebt, sich auf Twitter frei zu äußern, doch genau auf diesem Weg Google zuletzt kritisierte. Nicht ausgeschlossen, dass Trump ein von Repräsentantenhaus und Senat beschlossenes entsprechendes Gesetz zur Regulierung der Techunternehmen unterschreiben würde. Schon bei der Befragung von Facebook-Chef Zuckerberg vor einigen Monaten hatten einige Politiker mit möglichen regulatorischen Folgen gedroht. Die Debatte könnte durch die fehlende Kooperation von Google nun neu entfacht werden.

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Angesichts der nicht absehbaren Folgen des Fernbleibens stellt sich die Frage, was den Google-Managern ihre Abwesenheit eigentlich bringt. Es ist ja nicht so, als hätten frühere Befragungen die Techunternehmen vollends entblößt. Im Gegenteil: Selbst Facebook-CEO Mark Zuckerberg, der nun wirklich nicht für sonderlich erhellende öffentliche Aussagen bekannt ist, kam im April trotz kritischer Fragen halbwegs gut weg vor dem US-Senat. Obwohl er vielen Attacken auswich und so unkonkret wie möglich blieb, vermittelte er den Eindruck, dass Facebook die eigene Verantwortung sehe und sich bemühe, nach Lösungen zu suchen.

Die Abwesenheit von Google machte es den vor dem Senat erschienenen Techmanagern nun noch einfacher, sich als die Guten darzustellen. Mehrfach bedankten sich Senatorinnen und Senatoren bei Dorsey und Sandberg, dass die sich den Fragen stellten - immer mit dem impliziten Vorwurf, dass Google das eben nicht tue. Senator Roy Blunt ging sogar so weit, Facebook für seine Aktivitäten seit der Anhörung mit Zuckerberg - unter anderem gegen russische und iranische Konten - zu loben. "Es scheint, dass Facebook in letzter Zeit sehr aktiv war", sagte der republikanische Senator aus Missouri.

Da lächelte Sheryl Sandberg. Und sagte: "Ich schätze sehr, dass Sie das sagen."

Dass selbst Facebook einmal richtig gut aussehen könnte vor dem US-Senat, und zwar nicht zuletzt wegen der Abwesenheit des großen Konkurrenten Google - das hätte man vor einigen Monaten auch noch nicht erwartet.

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 USA: Googles Politik des leeren Stuhls
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a user 10. Sep 2018

An die EU Regelungen müssen sie sich so oder so halten. Also warum nicht EU?

Eheran 09. Sep 2018

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as112 08. Sep 2018

Ja, genau das ist Demokratie. Die Bürger und nicht die "reichen Eliten" sagen wo es lang...

as112 08. Sep 2018

Ich glaube der Punkt war, dass Startups generell jegliche Kommunikation vermeiden. Bei...

Umaru 07. Sep 2018

Keine weiteren Fragen.


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