USA: Gesichtserkennungsgesetz made by Amazon

Amazon möchte mit einem eigenen Gesetzentwurf die Regulierung der Gesichtserkennung in den USA vorantreiben - und damit die Rahmenbedingungen für sein umstrittenes Gesichtserkennungssystem Rekognition schaffen. Jeff Bezos äußerte sich zu den entsprechenden Plänen.

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Amazon-CEO Jeff Bezos
Amazon-CEO Jeff Bezos (Bild: Mark Ralston/AFP/Getty Images)

Amazon arbeitet an einem Gesetzentwurf, der den Einsatz von Gesichtserkennung in den USA regulieren soll. Den Vorschlag möchte das Unternehmen anschließend den gesetzgebenden Institutionen und Politikern unterbreiten. Mit dem Entwurf schlägt Amazon die Rahmenbedingungen für den zukünftigen Einsatz seines umstrittenen Gesichtserkennungssystems Rekognition vor und hofft, dass diese möglichst umfassend übernommen werden. Zuerst hatte das Onlinemagazin Vox berichtet.

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"Unser Public-Policy-Team arbeitet derzeit an Rechtsvorschriften zur Gesichtserkennung. Es ist sinnvoll, das zu regulieren", antwortete Amazon-CEO Jeff Bezos auf eine Frage eines Reporters auf dem Alexa Gadget Event in Seattle. Details zu dem Vorhaben nannte Bezos laut dem Bericht jedoch nicht.

Gesichtserkennung "ist ein perfektes Beispiel für etwas, das wirklich positive Auswirkungen hat, so dass man es nicht bremsen will", fügte Bezos hinzu. "Aber gleichzeitig gibt es auch Potenzial für einen Missbrauch der Technologie, so dass man Vorschriften will." Es sei eben eine klassische Dual-Use-Technologie.

Neben dem Abgleich von Bildern von Personen mit Videoaufnahmen oder Fotos erkennt Amazons Gesichtserkennungssystem Rekognition auch die Emotionen der Personen. Zudem kann die Software das Alter von Personen einschätzen. Allerdings erkennt das System in verschiedenen Tests die Personen nicht zuverlässig: Die Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) hat das System mit Fotos von kalifornischen Abgeordneten getestet. Dabei wurden 26 fälschlicherweise in einer Datenbank mit 25.000 Polizeifotos als Verdächtige erkannt.

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Gegen den Einsatz der Software bei der US-Polizei haben Mitarbeiter von Amazon und Bürgerrechtsorganisationen immer wieder protestiert. Davon ließ sich Amazon jedoch bisher nicht beeindrucken und verkauft die Software weiterhin auch an die US-Polizei sowie staatliche Behörden. In New York nutzte die Polizei auch eine Datenbank mit Fotos von Minderjährigen zum Abgleich mittels Gesichtserkennung.

Wie einfach und günstig sich Menschen mit der Technik überwachen lassen zeigte die New York Times in einem Experiment: An einem Tag im März glichen Reporter der Zeitung die Videobilder von öffentlichen Webcams eines Parks mit den Bildern der Mitarbeiter auf Webseiten von Firmen ab, die ihren Sitz in der Nähe des Parks haben. Sie erkannten rund 2.750 Gesichter von Parkbesuchern in neun Stunden.

Städte wie San Francisco sehen in der Gesichtserkennungstechnik eine Gefahr und verbieten den Einsatz in ihren Behörden. Darunter fällt auch die Polizei. Die Nachteile überwögen die angeblichen Vorteile bei weitem, so könne die Technik Bürgerrechte verletzen und die rassistische Ungerechtigkeit verschärfen, heißt es in einem entsprechenden Beschluss aus San Francisco. Gesichtserkennungssoftware erkennt neben Kindern auch Frauen und nicht-weiße Personen oft signifikant schlechter. In Deutschland plant die Bundesregierung einen Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen sowie den Einsatz von Gesichtserkennung und intelligenter Videoüberwachung.

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throgh 27. Sep 2019

Schön einfach und reduziert. Klasse, dass die Gesetzgebung irgendwie Alles doch regelt...

dummzeuch 26. Sep 2019

Erstmal ist dagegen nichts zu sagen, solange das offen passiert und anschließend alles...

efCPrtoL 26. Sep 2019

Co2 Punkte nicht vergessen! Vll. hier zu Lande ganz interessant um den Score einzuführen...

waldifubu 26. Sep 2019

Habe ich gerade einen Schrecken bekommen! Spätestens jetzt sollte man seine Prioritäten...



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